
Santo Domingo. Die Wirtschaft der Dominikanischen Republik bleibt auf Wachstumskurs. Nach Angaben von Zentralbankpräsident Héctor Valdez Albizu verzeichnete das Land zwischen Januar und September 2026 ein Wirtschaftswachstum von 4,6 Prozent. Maßgeblich dazu beigetragen haben die starke Inlandsnachfrage sowie die anhaltende Stabilität des Außenwirtschaftssektors.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Zentralbank mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund 4,5 Prozent. Damit gehört die Dominikanische Republik weiterhin zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften Lateinamerikas.
IWF bestätigt positive Wachstumsaussichten
Die jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) unterstreichen diese Entwicklung. Demnach wird die dominikanische Wirtschaft im Jahr 2026 um 4,6 Prozent wachsen. Für 2027 wird ein leicht geringeres Wachstum von 4,4 Prozent erwartet, bevor die Wirtschaft 2028 wieder ein Plus von 4,6 Prozent erreichen soll.
Inflation sinkt nach Höchststand im Juni
Anlässlich des 79. Jahrestages der Zentralbank erklärte Valdez Albizu, dass die wirtschaftliche Aktivität allein im September im Jahresvergleich um 5,6 Prozent zulegte.
Die Inflation lag im September bei 5,12 Prozent und damit unter dem Höchstwert von 5,67 Prozent, der im Juni registriert worden war. Die Entwicklung wird von Wirtschaftsexperten als Zeichen einer schrittweisen Preisstabilisierung gewertet.
Bauwirtschaft und Industrie treiben das Wachstum an
Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählten in den ersten neun Monaten des Jahres:
- Bauwesen: +8,2 %
- Bergbau und Rohstoffförderung: +5,2 %
- Verarbeitende Industrie: +3,4 %
- Freihandelszonen: +2,8 %
Auch der Dienstleistungssektor entwickelte sich positiv und erreichte insgesamt ein Wachstum von 4,6 Prozent.
Besonders stark präsentierten sich:
- Finanzdienstleistungen: +7,8 %
- Hotels, Bars und Restaurants: +5,6 %
Damit bleibt der Tourismus weiterhin eine der wichtigsten Säulen der dominikanischen Wirtschaft.
Exporte, Tourismus und Remesas auf Rekordniveau
Auch die Außenwirtschaft zeigte sich äußerst robust. Zwischen Januar und September 2026 wurden folgende Werte erzielt:
- Exporte: 13,2 Milliarden US-Dollar
- Tourismuseinnahmen: 9,7 Milliarden US-Dollar
- Überweisungen von im Ausland lebenden Dominikanern (Remesas): über 9,4 Milliarden US-Dollar
Darüber hinaus erreichten die ausländischen Direktinvestitionen rund 4,5 Milliarden US-Dollar, während die internationalen Währungsreserven auf mehr als 15,2 Milliarden US-Dollar anstiegen.
Optimistischer Ausblick für Jahresende
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Zentralbank weitere Rekordwerte. Prognostiziert werden:
- Remesas: 12,6 Milliarden US-Dollar
- Exporte: mehr als 17,2 Milliarden US-Dollar
- Tourismuseinnahmen: rund 12,2 Milliarden US-Dollar
Diese Zahlen verdeutlichen die wichtige Rolle von Tourismus, Exportwirtschaft und Auslandsüberweisungen für die wirtschaftliche Stabilität der Dominikanischen Republik.