
(Alejandra Rojas Saldaña)
Puerto Plata, Dominikanische Republik. Die dominikanische Nationalpolizei und die Staatsanwaltschaft haben nach einem mutmaßlichen Überfall auf einen deutschen Staatsbürger eine Frau festgenommen und fahnden weiterhin nach einem flüchtigen Tatverdächtigen. Durch das schnelle Eingreifen der Ermittler konnten zwei Fahrzeuge sichergestellt und ein Teil des gestohlenen Geldes wiederbeschafft werden.
Die Festgenommene wurde als Alejandra Rojas Saldaña, bekannt unter dem Spitznamen „Yolaska“, identifiziert. Nach dem zweiten Tatverdächtigen, Yeifri Riquerbin Batista Martínez, alias „Jefri“, wird derzeit intensiv gefahndet.
Ermittlungen: Vertrauensverhältnis offenbar ausgenutzt
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden soll die festgenommene Frau seit rund sechs Monaten eine Beziehung zu dem deutschen Staatsbürger unterhalten haben. Laut ihren eigenen Aussagen gegenüber den Ermittlern erleichterte dies ihrem mutmaßlichen Komplizen den Zugang zum Wohnhaus des Opfers in Puerto Plata.
Sobald sich beide im Haus befanden, sollen sie den Deutschen gefesselt und beraubt haben. Nach Angaben der Behörden wurden Bargeld, Bankkarten sowie ein Mobiltelefon entwendet.
Zugriff auf Konten scheiterte
Die mutmaßlichen Täter versuchten anschließend, Zugriff auf die Bankkonten des Opfers zu erhalten. Nach ersten Aussagen der Festgenommenen hofften sie auf eine Summe von rund 40.000 Euro, konnten jedoch keinen Zugang zu den Konten erlangen.
Nachdem dieser Plan scheiterte, sollen die Verdächtigen beschlossen haben, den Deutschen gegen seinen Willen an einen anderen Ort zu bringen.
Spektakuläre Flucht an Tankstelle

(sichergestellte Fahrzeuge)
Während der Fahrt hielten die Tatverdächtigen an einer Tankstelle an der Strecke Puerto Plata-Sosúa. Dort nutzte das Opfer einen unachtsamen Moment seiner Bewacherin, sprang aus dem Fahrzeug und konnte sich in Sicherheit bringen.
Der weiterhin flüchtige Verdächtige soll sich währenddessen in einem zweiten Fahrzeug bewegt haben, das ebenfalls dem deutschen Staatsbürger gehört. Anschließend gelang beiden mutmaßlichen Tätern zunächst die Flucht vom Tatort.
Polizei setzt Fahndung fort
Die Nationalpolizei erklärte, dass die Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft fortgeführt werden. Ziel sei es, den flüchtigen Tatverdächtigen schnellstmöglich festzunehmen und den Fall vollständig aufzuklären. (Polizeibericht – DRT)