
Samaná, Dominikanische Republik – Das Gemeindedistrikt Las Galeras, einer der international bedeutendsten Tourismusorte der Provinz Samaná, erwachte heute vollständig lahmgelegt.
Bewohner verschiedener Gemeinden gingen mit energischen Protesten auf die Straßen, um auf eine humanitäre und gesundheitliche Krise aufmerksam zu machen: seit über sechs Jahren fehlt es an Trinkwasser.
Die Erschöpfung der Bevölkerung führte zur Blockade der Hauptzufahrtsstraßen und innerörtlichen Wege, wodurch Orte wie Loma Atravesada, Rincón, Manuel Chiquito, La Guasuma, Bochinche und La Talanquera stark betroffen sind.
Die Demonstranten errichteten Barrikaden aus Baumstämmen, Ästen und Schutt. Auf den Straßen brennen Reifen und Müll, wodurch dichte Rauchschwaden entstehen.
Patrouillen der Nationalpolizei und der Touristenpolizei (POLITUR) sind im Einsatz, um zu vermitteln und die Ordnung wiederherzustellen.
Zahlreiche Bürger bewegen sich mit leeren Wasserbehältern entlang der Straßen – ein Bild, das im starken Kontrast zur touristischen Kulisse der Region steht.
Bedrohung für die lokale Wirtschaft
Neben der Gesundheitskrise warnen Gemeindeführer und Geschäftsleute, dass die Situation die lokale Wirtschaft schwer treffen könnte. Las Galeras lebt fast ausschließlich vom Tourismus.
Die aktuellen Bedingungen und die Straßensperren machen den Betrieb von Hotels, Restaurants und Ausflugsunternehmen unmöglich, behindern die Bewegungsfreiheit der Touristen, führen zu sofortigen Stornierungen und schädigen den Ruf des Reiseziels.
Forderungen der Bevölkerung
Die Gemeinde ruft das Nationale Institut für Trinkwasser und Abwasser (INAPA) sowie die Zentralregierung dringend zum Handeln auf.
Die Protestierenden betonen: Die Demonstrationen werden nicht enden und die Barrikaden nicht entfernt, bis die Behörden endgültige Lösungen präsentieren und mit strukturellen Arbeiten beginnen. „Die Zeit der unerfüllten Versprechen ist vorbei“, lautet ihre klare Botschaft. (DomrepTotal)