
SANTO DOMINGO – Die jährliche Inflationsrate in der Dominikanischen Republik lag im September 2026 bei 5,12 Prozent. Das teilte die Zentralbank (BCRD) mit. Im Vergleich zum August fiel die Teuerungsrate damit leicht niedriger aus.
Besonders positiv aus Sicht der Währungshüter entwickelte sich die sogenannte Kerninflation, die schwankungsanfällige und staatlich regulierte Preise ausklammert. Sie sank bereits den zweiten Monat in Folge auf 4,61 Prozent und bewegt sich damit innerhalb des offiziellen Zielkorridors der Zentralbank.
Den größten Einfluss auf die Preisentwicklung hatten die Bereiche Transport, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sowie Bildung, die zusammen mehr als 85 Prozent des monatlichen Preisanstiegs ausmachten.
Im Transportsektor stiegen die Preise um 0,64 Prozent. Ursache waren höhere Kosten für Benzin, Diesel und Schülertransporte. Günstigere Flugtickets bremsten den Anstieg jedoch teilweise.
Auch Lebensmittel verteuerten sich. Besonders betroffen waren unter anderem grüne Kochbananen, Kürbis, Taubenerbsen, Zitronen, Süßkartoffeln, Reis und Eier. Preisrückgänge bei Hähnchenfleisch, Avocados, Kartoffeln, Orangen und Maniok sorgten für einen gewissen Ausgleich.
Deutlich spürbar war zudem der Anstieg im Bildungsbereich. Hier erhöhten private Schulen und Universitäten ihre Gebühren, was zu einem Plus von 1,85 Prozent führte.
Einen gegenläufigen Trend gab es bei den Kommunikationskosten. Diese gingen um 1,06 Prozent zurück, vor allem aufgrund günstigerer Mobilfunkverträge.
Regional verzeichnete der Süden des Landes mit 0,41 Prozent den stärksten monatlichen Preisanstieg, gefolgt vom Osten mit 0,36 Prozent und dem Norden beziehungsweise der Cibao-Region mit 0,34 Prozent.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Preisdruck weiterhin vorhanden ist, sich jedoch im Rahmen der Erwartungen der Zentralbank bewegt.
