
Distrito Nacional: Wohnen kostet über 26 Jahre Durchschnittsgehalt
SANTO DOMINGO. Der Distrito Nacional, das wirtschaftliche und finanzielle Zentrum der Dominikanischen Republik, weist die höchsten Wohnkosten des Landes auf. Laut aktuellen Daten benötigt ein Arbeitnehmer mit dem durchschnittlichen Gehalt von 46.683 Pesos pro Monat mehr als 26 Jahre, um eine Wohnung von 100 Quadratmetern im Stadtgebiet zu erwerben.
Die Region Ozama, zu der auch die Provinz Santo Domingo gehört, verzeichnete im Juni 2026 eine Familienausgaben‑Korb von 56.939 Pesos, was das Durchschnittsgehalt deutlich übersteigt. Der Preis pro Quadratmeter im Distrito liegt bei 148.445 Pesos, fast dreimal so hoch wie in Los Alcarrizos. Damit kostet eine 100‑m²‑Wohnung rund 14,8 Millionen Pesos.
Hohe Mietpreise im Zentrum
In zentralen Vierteln wie Naco, Evaristo Morales, La Esperilla oder Serrallés liegen die Mieten für Apartments zwischen 900 und 1.600 US‑Dollar (53.900 bis 95.800 Pesos). Auch in angrenzenden Vierteln wie Bella Vista, Zona Universitaria, El Millón, Mirador Norte oder Gascue bewegen sich die Preise zwischen 56.000 und 88.500 Pesos.
Arbeitskräfte ziehen in die Peripherie
Die hohen Kosten für Miete und Eigentum führen dazu, dass viele Beschäftigte in die umliegenden Gemeinden ausweichen. Der Distrito beschäftigt über 1,3 Millionen formale Arbeitnehmer, mehr als seine eigene Bevölkerung von 1,029 Millionen (Zensus 2022).
Öffentlicher Nahverkehr
Zwischen Januar und Juni 2026 nutzten über 8 Millionen Fahrgäste die Linie 1 des Metros, die Santo Domingo Norte mit dem Distrito verbindet. Die Linie 2 verzeichnete 6,9 Millionen Nutzer, während das Teleférico über 1,1 Millionen Passagiere beförderte. Der Großteil der Fahrgäste nutzt die Dienste an Werktagen, was die starke Pendlerbewegung unterstreicht. (DomRepTotal)