
Santo Domingo.- Die Dominikanische Republik hat ihre Maßnahmen zur Migrationskontrolle entlang der Grenze zu Haiti und in wichtigen Verkehrsachsen des Landes weiter intensiviert. Nach Angaben der Generaldirektion Migration (DGM) wurden während eines großangelegten Einsatzes am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober 2026 insgesamt 4.618 Personen mit irregulärem Aufenthaltsstatus festgenommen, während 4.173 Personen abgeschoben wurden.
Schwerpunkt auf Grenzregionen und Hauptverkehrswegen
Die Behörden konzentrierten ihre Kontrollen insbesondere auf die Grenzprovinzen im Nordwesten und Südwesten des Landes sowie auf wichtige Verkehrsverbindungen in Richtung der größeren Städte.
Ziel der Maßnahmen sei es, die Einhaltung der geltenden Einwanderungsgesetze sicherzustellen und irreguläre Migration wirksamer zu kontrollieren.
Dajabón verzeichnet die meisten Festnahmen
Besonders betroffen waren die Grenzregionen zur Republik Haiti. Die meisten Festnahmen wurden in folgenden Provinzen registriert:
- Dajabón: 624 Personen
- Elías Piña: 530 Personen
- Santo Domingo: 400 Personen
- Valverde: 361 Personen
- Independencia: 334 Personen
Die Zahlen verdeutlichen die besondere Bedeutung der Grenzprovinzen für die dominikanischen Migrationsbehörden.
Militär und Sicherheitskräfte unterstützen die Einsätze
Die DGM führte die Operationen gemeinsam mit verschiedenen Sicherheitsorganen durch. Von den insgesamt festgenommenen Personen wurden:
- 1.022 durch die Dominikanische Armee (ERD) übergeben
- 338 durch die Grenzschutztruppe Cesfront aufgegriffen
- 322 durch die Nationalpolizei festgenommen
- 13 durch die Dominikanische Marine (ARD) überstellt
Die Zusammenarbeit zwischen Migrationsbehörden und Sicherheitskräften soll die Überwachung der Landesgrenzen weiter verbessern.
Verstärkte Kontrollen und Identitätsprüfungen
Nach Angaben der Behörde wurden am Wochenende zusätzliche Einsatz-, Geheimdienst- und Inspektionseinheiten mobilisiert. Gleichzeitig erfolgt eine verstärkte Überprüfung der Identitäten und Hintergründe der festgesetzten Personen.
Die Behörden betonen, dass mögliche weitere Ermittlungen eingeleitet werden, wenn während der Kontrollen entsprechende Hinweise festgestellt werden.
Regierung setzt auf konsequente Umsetzung des Migrationsgesetzes
Die Maßnahmen erfolgen auf Anweisung des Generaldirektors der Migration, Vizeadmiral Luis Rafael Lee Ballester, und sind Teil einer umfassenden Strategie zur Durchsetzung des dominikanischen Migrationsgesetzes Nr. 285-04.
Nach Angaben der DGM bleiben operative und nachrichtendienstliche Einheiten weiterhin im Einsatz, um die Kontrolle der Grenzen sowie wichtiger Verkehrsrouten im Landesinneren zu verstärken.
Migration bleibt zentrales Thema in der Dominikanischen Republik
Die Situation an der dominikanisch-haitianischen Grenze gehört weiterhin zu den wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Themen des Landes. Die Regierung setzt dabei verstärkt auf Grenzüberwachung, Identitätskontrollen und Abschiebungen, um die Einwanderungsvorschriften konsequent umzusetzen. (DomRepTotal)