
Nautischer Tourismus in der Dominikanischen Republik soll künftig durch klare gesetzliche Rahmenbedingungen geregelt und gezielt gefördert werden. Eine entsprechende Gesetzesinitiative sieht Vorschriften für Freizeitboote, kommerzielle Wassersportangebote sowie Bau, Registrierung und Wartung von Wasserfahrzeugen vor.
Santo Domingo, – Die Tourismuskommission des dominikanischen Senats hat sich mit einer Delegation des Tourismusministeriums (Mitur) sowie Vertretern der dominikanischen Marine (Armada de República Dominicana, ARD) getroffen, um den Gesetzentwurf zur Regulierung des nautischen Freizeittourismus zu analysieren und zu diskutieren.
Die Sitzung wurde von Senatorin Ginnette Bournigal geleitet. An dem Treffen nahmen außerdem die stellvertretenden Tourismusminister Carlos Peguero und Patricia Mejía teil. Im Mittelpunkt stand die Notwendigkeit, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den nationalen maritimen Tourismussektor zu modernisieren und weiterzuentwickeln.
Gesetzesinitiative soll den nautischen Tourismus fördern
Der Gesetzentwurf geht auf eine Initiative der Senatoren Alexis Victoria Yeb (Provinz María Trinidad Sánchez) und Ginnette Bournigal (Provinz Puerto Plata) zurück.
Ziel ist es, den nautischen Tourismus durch verbindliche Regelungen für die Nutzung von Booten und anderen Wasserfahrzeugen zu fördern. Die Vorschriften sollen sowohl die private und kommerzielle Freizeitnavigation als auch sportliche Aktivitäten in den Hoheitsgewässern der Dominikanischen Republik umfassen.
Darüber hinaus behandelt der Gesetzentwurf die Registrierung, den Bau und die Reparatur von Wasserfahrzeugen sowie mögliche Fördermaßnahmen und wirtschaftliche Anreize für die Branche.
59 Artikel sollen rechtliche Grundlagen schaffen
Der Gesetzentwurf umfasst insgesamt 59 Artikel und unterstreicht das große Potenzial der Dominikanischen Republik für die Entwicklung des nautischen Tourismus.
Die geografische Lage zwischen der Karibik und dem Atlantischen Ozean bietet dem Land besondere Voraussetzungen. Rund 75 Prozent seiner Grenzen sind Küstengebiete. Hinzu kommen Flüsse, Wasserfälle, Stauseen und zahlreiche Naturattraktionen, die ideale Bedingungen für unterschiedliche Formen des Wassersports und des nautischen Tourismus schaffen.
Wirtschaftliche Chancen für Küstengemeinden
Die Gesetzesinitiative betrachtet den nautischen Tourismus ausdrücklich als wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Gemeinden, die touristische Besucher empfangen.
Dabei geht das Konzept weit über klassische touristische Dienstleistungen wie Unterkunft, Verpflegung und Transport hinaus. Zu den möglichen Geschäftsfeldern zählen unter anderem:
- Vermietung von Booten und anderen Wasserfahrzeugen
- Wartung und Reparatur von Booten
- Nautische Führungs- und Begleitdienste
- Vermietung von Jetskis und anderen Wassersportgeräten
- Wassersport- und Segelschulen
- Maritime Sportakademien
Durch die Regulierung und Förderung dieser Dienstleistungen sollen zusätzliche wirtschaftliche Aktivitäten entstehen und neue Perspektiven für die Küstenregionen geschaffen werden.
Weitere Abstimmungen zwischen den Behörden geplant
Die Mitglieder der Senatskommission und die eingeladenen Regierungsvertreter vereinbarten, ihre ressortübergreifende Zusammenarbeit fortzusetzen.
In weiteren Gesprächen sollen Anmerkungen und Änderungsvorschläge abgestimmt werden, um eine wirksame Umsetzung der geplanten gesetzlichen Regelungen sicherzustellen.
Ziel ist es, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, der sowohl die Entwicklung des nautischen Tourismus als auch die wirtschaftlichen Interessen der Dominikanischen Republik unterstützt. (DomRepTotal, Pressestelle Senat)