
Ein lang erwartetes Infrastrukturprojekt nimmt konkrete Formen an: In 15 Tagen soll der erste Spatenstich für die Autopista del Ámbar erfolgen. Die neue Autobahn zwischen Santiago und Puerto Plata soll die Fahrzeit von bislang mehr als einer Stunde auf rund 35 Minuten verkürzen. Die dominikanische Regierung stellt zunächst 5,78 Milliarden Pesos für das Bauvorhaben bereit.
Santo Domingo, – Präsident Luis Abinader hat angekündigt, dass innerhalb der kommenden 15 Tage offiziell mit dem Bau der Autopista del Ámbar begonnen werden soll. Die erste Budgettranche in Höhe von 5,78 Milliarden dominikanischen Pesos (RD$) wurde bereits aus staatlichen Mitteln bereitgestellt.
Der Präsident äußerte sich dazu am vergangenen Mittwoch im Rahmen seiner offiziellen Termine. Zum Auftakt traf er sich zu einem bilateralen Gespräch mit Sergio Díaz-Granados, dem geschäftsführenden Präsidenten der CAF (Entwicklungsbank Lateinamerikas und der Karibik).
Das multilaterale Finanzinstitut hat ebenfalls Interesse bekundet, den Bau der neuen Autobahn finanziell zu unterstützen.
Bauvorbereitungen in Puerto Plata bereits angelaufen
Die Vorbereitungen für das Infrastrukturprojekt haben bereits begonnen. In Montellano, Provinz Puerto Plata, wurden erste Arbeiten zur Vorbereitung des Baugeländes aufgenommen.
Präsidialminister José Ignacio Paliza hatte zuvor mitgeteilt, dass bereits die ersten beiden Umweltgenehmigungen vorliegen. Sie betreffen zwei Bauabschnitte beziehungsweise Streckenbereiche in den Richtungen Puerto Plata–Santiago und Santiago–Puerto Plata.
Damit sind wichtige Voraussetzungen für den Beginn der Bauarbeiten geschaffen.
Fahrzeit zwischen Santiago und Puerto Plata soll auf 35 Minuten sinken
Die Autopista del Ámbar gilt als eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte für die wirtschaftliche Entwicklung der Nordregion.
Die neue, rund 35 Kilometer lange Autobahn soll die Verbindung zwischen den Provinzen Santiago und Puerto Plata grundlegend verbessern. Statt bisher mehr als einer Stunde soll die Strecke künftig in etwa 35 Minuten zurückgelegt werden können.
Die erwarteten Vorteile gehen jedoch weit über eine kürzere Fahrzeit hinaus:
- Tourismus: Schnellere Verbindung zwischen Santiago und den touristischen Regionen an der Nordküste.
- Wirtschaft: Erleichterter Transport von Waren und Gütern.
- Investitionen: Verbesserte Infrastruktur soll neue Investoren anziehen.
- Regionalentwicklung: Stärkere wirtschaftliche Vernetzung zwischen dem Cibao-Tal und der Küstenregion.
- Verkehr: Entlastung bestehender Straßenverbindungen und bessere Erreichbarkeit von Puerto Plata.
Insbesondere für den Tourismus an der Nordküste könnte die neue Autobahn eine erhebliche Bedeutung bekommen.
Auftrag über 28,8 Milliarden Pesos vergeben
Das Projekt wurde vom Treuhandfonds Fideicomiso RD Vial an das Konsortium Consorcio Autopista del Ámbar, S.R.L. vergeben.
An dem Konsortium sind vier Unternehmen beteiligt:
- Magna
- Rizek Constructora
- Ingeniería Estrella
- Constructora Mar
Das Gesamtvolumen des Bauprojekts beläuft sich auf 28,8 Milliarden dominikanische Pesos (RD$).
Nach jahrelangen Planungen und Verzögerungen scheint die Autopista del Ámbar nun tatsächlich in die Umsetzungsphase einzutreten. Für die Provinzen Santiago und Puerto Plata sowie die gesamte Nordregion könnte das Projekt zu einem entscheidenden Impuls für Tourismus, Handel und wirtschaftliches Wachstum werden. (DomRepTotal)