Dominikanische Republik: Sosua´s Gastronomen zwingen Bürgermeisterin in die Knie

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Sousa.- Es wurde bereits darüber berichtet, die Bürgermeisterin Ilana Neumann verteufelte die Prostitution in dem kleinen Toruismusort, der angeblich einst so bekannt war, weil er das ideale Ziel für Familienurlauber war. 

Wer Sosua, die Geschichte, Gegenwart und vor allem die Hintergründe nicht kennt, der könnte das glauben. Fakt ist, Sosua hat noch nie Familien angezogen, hatte und hat keine Infrastruktur dafür. Ein Aquapark ging schnell pleite, denn Kinder für Wasserrutschen gab es kaum. Discos und Bars jedoch waren gefüllt, Singles und Paare, Partygänger, die fanden alles was das Herz begehrt. Es gab damals keine Sperrstunden und in Sosua vibrierte die Luft bis in den frühen Morgen. 

Mit Hilfe von Bürgerorganisatoren, der Tourismuspolizei, dem Öffentlichen Ministerium und anderen Einrichtungen versuchte die Bürgermeisterin, die „Meile“ Pedro Clisante zu schließen. Hier gibt es viele Restaurants, Discos, Bars und Clubs. Hier fand die Party statt, hier traf man junge Frauen und viele Männer, die ein wenig Unterhaltung / Begleitung suchten. Damit machte Neumann Schluss, sie ließ diese Lokalitäten unter fadenscheinigen Gründen schließen und feierte dies als großen Schlag gegen die Prostitution. Es ging in der Klage und Begründung der Razzia damals um illegale Waffen, Drogen und Menschenhandel. Nichts davon konnte bewiesen werden, aber die Bars wurden dicht gemacht. 

Auf den zweiten Blick jedoch zeichnet sich ein anderes Bild ab. Die Bürgermeisterin hat ihre Hände in Immobilien, welche am Ende der Pedro Clisante liegen. Und just hier tobt das Nachtleben, die Prostitution. Der Sieg gegen die Prostitution, den Neumann feierte, sah so aus: Dutzende von Prostituierten, welche im mittleren Bereich der Pedro Clisante nach Freiern Ausschau hielten, mussten gehen, die Lokale waren ja geschlossen worden. Traurige Zeiten für Sextouristen? 

Nein, im Gegenteil. Das High Caribbean hat wieder auf, doch die Besucherzahlen halten sich in Grenzen. Früher, ja früher, da fand man kaum einen Stehplatz, denn viele Männer suchten eine der vielen vor Ort befindlichen „Putas“. Heute ist die Disco kaum gefüllt, aber im ehemaligen Hotel Esplanada, da steppt der Bär. Nein, es sind nicht Dutzende, es sind Hunderte von Frauen, die einer sexuellen Vereinigung nicht abgeneigt sind. Das Hotel hat auf, Zimmer gibt es reichlich, da muss der Freier nicht lange suchen. Und die Liebesdamen findet man an einer der Poolbars, am Pool und überall im Beriech des Ex-Hotels, welches man in Deutschland vielleicht als Kontakthof mit Laufhaus bezeichnen würde. Wie konnte Frau Neumann als Bürgermeisterin so einen Sündenpfuhl zulassen? Das treibt doch Familien in weite Ferne!

Die ersten Gastronomen haben sich nun gegen Neumann erhoben und den ersten Sieg erzielt. Orlando (El Flow) und Armando (Merengue Club 59) haben vo rGericht erreicht, dass sie wieder ihre Lokale öffnen dürfen. Per Gerichtsbeschluss dürfen sie ihr Lokale ab dem 8.1.20 wieder öffnen. Sollte die Bürgermeisterin das verhindern, muss das Bürgermeisteramt eine Strafe von 10.000 RD$ pro Tag zahlen, den man nicht öffnen kann. 

Ein Erfolg für die Unternehmer in Sosua, eine derbe und sehr peinliche Niederlage von Ilana Neumann, sie sollte auch mal Stellung beziehen, wie sie den Kampf gegen die Prostitution als Sieg feiern konnte, wenn das gleiche Gewerbe, nur einige hundert Meter weiter, um so größer auftritt! Persönliche Interessen wollen wir da nicht unterstellen :-) 

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