
Die Landwirtschaft bleibt – trotz wachsendem Tourismus und starker Remesas – das Rückgrat der dominikanischen Volkswirtschaft. Sie sichert die Ernährung von Millionen Menschen und trägt zugleich durch Exporte zur Stabilität der Zahlungsbilanz bei.
🌾 Hauptkulturen und regionale Schwerpunkte

- Reis – das wichtigste Grundnahrungsmittel:
- Produktion 2025: rund 14,8 Mio. Quintales.
- Deckt fast 90 % des nationalen Konsums.
- Hauptprovinzen: La Vega, Duarte, Sánchez Ramírez, Montecristi.
- Tomaten – stark konzentriert:
- Provinz Azua liefert etwa 80 % der nationalen Produktion.
- Grundlage für die Versorgung mit Gemüse und für die Verarbeitung.
- Plátano (Kochbanane) – tägliches Grundnahrungsmittel:
- Provinzen Azua, Peravia, Montecristi, La Vega.
- Produktion 2025: ca. 4,3 Mio. Millares.
- Avocado – Exportfrucht mit wachsender Nachfrage:
- Provinzen San Cristóbal, La Vega, Hermanas Mirabal.
- Produktion 2025: ca. 2,4 Mio. Millares.
- Gemüse (Kohl, Karotten, Paprika, Zwiebeln):
- Schwerpunkt in Constanza und Jarabacoa (La Vega) – Hochlandregion mit kühlem Klima.
- Mango – Export und Symbolfrucht:
- Provinz Baní (Peravia) und San Cristóbal.
- Über 1 Mio. Millares, steigende Exporte nach Europa und USA.
- Ananas – tropische Exportfrucht:
- Provinzen Monte Plata, La Altagracia.
- Wichtiger Bestandteil der Exportstrategie.
- Bananen (Guineo):
- Provinzen Valverde, Montecristi.
- Besonders für den europäischen Markt, auch Bio‑Programme.
📊 Bedeutung für Versorgung und Export

- Inlandsversorgung: Reis und Plátano sichern die Grundernährung, Gemüse aus Constanza/Jarabacoa versorgt die Städte.
- Export: Kakao, Avocado, Mango, Bananen und Ananas sind die wichtigsten Exportfrüchte.
- Einnahmen: Agrarexporte 2025 erreichten 3,68 Mrd. US‑Dollar (+9 % gegenüber 2024).
🌍 Politische Dimension – „Hambre Cero“
Die Regierung verfolgt das Programm „Hambre Cero“, mit dem bis 2028 Hunger und Ernährungsunsicherheit beseitigt werden sollen. Investitionen in Mechanisierung, Kredite und Subventionen sollen die Produktivität steigern und die Abhängigkeit von Importen verringern.
Die Landwirtschaft ist nicht nur ein Wirtschaftszweig, sondern ein strategisches Fundament der Dominikanischen Republik. Ihre regionale Spezialisierung – Azua für Tomaten, La Vega/Duarte für Reis, Baní für Mango, Monte Plata für Ananas – zeigt die Vielfalt und Stärke des Landes. Gleichzeitig macht diese Konzentration die Versorgung anfällig für Klimarisiken.
👉 Fazit: Die Landwirtschaft ist nach Tourismus und Remesas das drittstärkste Standbein der dominikanischen Wirtschaft. Sie verbindet Ernährungssicherheit mit Exportkraft und bleibt ein Schlüssel zur sozialen Stabilität.
Die Viehwirtschaft der Dominikanischen Republik

konzentriert sich regional stark: Rinder und Milchproduktion dominieren im Cibao‑Gebiet (La Vega, Santiago, Montecristi), Schweine in San Juan und Azua, Ziegen in den trockenen Südwestprovinzen (Pedernales, Barahona), Geflügel in Santo Domingo und San Cristóbal, Fischzucht entlang der Nordküste und im Südosten (Monte Cristi, Samaná, Hato Mayor).
🐄 Rinder und Milchproduktion
- Hauptregionen: La Vega, Santiago, Montecristi, Espaillat.
- Produktionsvolumen: Rund 180 000 Tonnen Rindfleisch jährlich; Milchproduktion etwa 450 Millionen Liter.
- Merkmale: Intensive Weidewirtschaft, zunehmend industrielle Milchverarbeitung (Pasteurización Dominicana, Rica).
- Export: Gering, Fokus auf nationale Versorgung.
🐖 Schweinehaltung
- Zentren: San Juan, Azua, Peravia, Santo Domingo Oeste.
- Produktionsmenge: Etwa 95 000 Tonnen Schweinefleisch pro Jahr.
- Struktur: Mittelgroße Betriebe mit Futtermittelimporten; lokale Marken wie Induveca und Agrocarne dominieren.
- Herausforderung: Hohe Futterkosten und Seuchenschutz (ASF‑Prävention).
🐐 Ziegen und Schafe
- Regionen: Pedernales, Barahona, Independencia, Bahoruco.
- Produktion: Rund 22 000 Tonnen Ziegen‑ und Schaffleisch jährlich.
- Besonderheit: Anpassung an Trockenklima; Milch und Käseproduktion im Aufschwung (Kooperativen in Enriquillo).
🐔 Geflügel (Hühner und Eier)
- Hauptzentren: Santo Domingo, San Cristóbal, La Vega.
- Produktionsvolumen: Über 250 Millionen Hühner jährlich; 1,2 Milliarden Eier.
- Marktführer: Empresas Agropecuarias Cibao, Pollos Victorina.
- Export: Minimal, fast ausschließlich Inlandsverbrauch.
🐟 Fischerei und Aquakultur
- Regionen: Monte Cristi, Samaná, Hato Mayor, San Pedro de Macorís.
- Produktion: Etwa 35 000 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte jährlich.
- Arten: Tilapia, Dorado, Garnelen; steigende Aquakultur‑Investitionen.
- Export: USA und Puerto Rico (Tilapia, Garnelen).
Hier noch die Darstellung als Liste:
r (Fleisch & Milch)
- Cibao (La Vega, Santiago, Montecristi, Espaillat)
- Produktion: ca. 180 000 t Rindfleisch, 450 Mio. l Milch jährlich
🐖 Schweine
- San Juan, Azua, Peravia, Santo Domingo Oeste
- Produktion: ca. 95 000 t Schweinefleisch jährlich
🐐 Ziegen & Schafe
- Pedernales, Barahona, Independencia, Bahoruco
- Produktion: ca. 22 000 t Fleisch jährlich
🐔 Geflügel (Hühner & Eier)
- Santo Domingo, San Cristóbal, La Vega
- Produktion: ca. 250 Mio. Hühner, 1,2 Mrd. Eier jährlich
🐟 Fischerei & Aquakultur
- Monte Cristi, Samaná, Hato Mayor, San Pedro de Macorís
- Produktion: ca. 35 000 t Fisch & Meeresfrüchte jährlich