Dominikanische Republik: Tanken nur noch Cash? Anadegas setzt Ultimatum

Santo Domingo.- Die Asociación Nacional de Detallistas de Gasolina (Anadegas) hat bestritten, Einschränkungen beim Bezahlen mit Kreditkarten zu fördern. Präsident Juan Elías Pérez erklärte am Dienstag, keine Tankstelle der Organisation sei angewiesen worden, Kartenzahlungen auszusetzen oder zu begrenzen.

Die Stellungnahme erfolgt vor dem Hintergrund einer Debatte über die hohen Bankkommissionen bei Kartenzahlungen. Pérez betonte, dass einzelne Stationen, die Einschränkungen vornehmen, nicht zur Vereinigung gehören.

Nach einem Treffen mit dem Industrieminister Eduardo Sanz Lovatón wurde ein 30‑tägiger Mediationsprozess vereinbart. Der Minister soll als Vermittler zwischen Anadegas, den Banken und den Kreditkartenunternehmen auftreten. Ziel ist eine Lösung innerhalb eines Monats.

Forderungen von Anadegas

  • Abschaffung prozentualer Kommissionen, stattdessen eine Fixgebühr pro verkauftem Gallon oder ein Modell auf Basis der Gewinne.
  • Vergleich mit anderen Märkten: In den USA und Südamerika liegen die Transaktionskosten deutlich niedriger (30–40 US‑Cent pro Gallone).
  • Laut Pérez belaufen sich die Einnahmen der Banken aus den Kommissionen allein im Tankstellenbereich auf RD$ 5–6 Milliarden jährlich.

Position der Vereinigung

Anadegas betont, nicht gegen elektronische Zahlungsmittel zu sein, sondern eine faire Lösung anzustreben. Sollte innerhalb der 30 Tage kein Einvernehmen erzielt werden, kündigte Pérez eine direkte Konfrontation mit den Banken an.

Die Diskussion fällt in eine Phase, in der die Tankstellenbetreiber eine Überprüfung des Kommissionssystems verlangen, da die aktuellen Gebühren die Gewinnmargen erheblich belasten.

👉 Zusammengefasst: Anadegas weist die Vorwürfe zurück, Kartenzahlungen einzuschränken, fordert jedoch eine Neuregelung der Bankkommissionen und setzt der Finanzbranche ein Ultimatum von 30 Tagen. (DomrepTotal)

Weitere Artikel

Translate »