
Santo Domingo. Die von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump verhängten Importzölle von 12,5 Prozent auf Waren aus der Dominikanischen Republik sorgen für erhebliche Unsicherheit im Exportsektor. Nach Angaben von Branchenvertretern haben bereits mehrere Unternehmen geplante Investitionen, Expansionen und Neueinstellungen verschoben.
Die Vereinigten Staaten bleiben der wichtigste Exportmarkt und Handelspartner der Dominikanischen Republik. Entsprechend aufmerksam verfolgt die Wirtschaft die Entwicklung der laufenden Verhandlungen zwischen beiden Ländern.
Laut der Dominikanischen Exporteursvereinigung (ADOEXPO) haben die zusätzlichen Zölle bislang nicht zwangsläufig zu einem Rückgang der Gesamtexporte geführt. Wachstum in einzelnen Produktgruppen konnte Verluste in anderen Bereichen teilweise ausgleichen. Die größte Belastung sei jedoch die fehlende Planungssicherheit für Unternehmen.
Die Vizepräsidentin des Verbandes, Roselyn Amaro Bergés, erklärte, dass viele Unternehmen bislang einen Teil des Kostendrucks auffangen konnten. Dennoch hätten die Maßnahmen Auswirkungen auf Gewinnmargen, Wettbewerbsfähigkeit und vor allem auf zukünftige Investitionsentscheidungen.
Besonders besorgniserregend sei die Gefahr, dass die Unsicherheit das langfristige Wirtschaftswachstum sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze beeinträchtigen könnte.
Trotz der Herausforderungen zeigt sich der Verband optimistisch. Die Exportwirtschaft begrüßt die Gespräche der dominikanischen Regierung mit den US-Behörden und hofft auf eine Abschaffung oder zumindest deutliche Senkung der Zölle. Ziel sei es, bessere Marktzugangsbedingungen und mehr Planungssicherheit für die Unternehmen zu schaffen. (DRT)