Dominikanische Republik: Tourismusminister betont, dass die Strände öffentlich und nicht privat sind

Santo Domingo.- Der Tourismusminister David Collado hat bekräftigt, dass kein Bürger daran gehindert werden darf, die öffentlichen Strände des Landes zu betreten und zu genießen – schon gar nicht durch Anordnungen privater Sicherheitsfirmen. Zugleich bezeichnete er den Vorfall, der in Juan Dolio (San Pedro de Macorís) vom Musiker und Aktivisten Mariano Lantigua, Gründer der Gruppe Aljadaqui, öffentlich gemacht wurde, als inakzeptabel.

Die Stellungnahme des Ministers erfolgte, nachdem ein Video in sozialen Netzwerken gezeigt hatte, wie Sicherheitskräfte eines touristischen Komplexes versuchten, Lantigua den Aufenthalt an einem öffentlichen Strand zu verwehren. Dies löste eine breite Debatte über den freien Zugang zu den Küsten der Dominikanischen Republik aus.

Collado stellte klar, dass die Haltung der Regierung darin besteht, allen Menschen den Genuss dieser Räume zu garantieren – selbstverständlich unter Achtung des Privateigentums und der geltenden gesetzlichen Bestimmungen.

„Wir glauben fest an den Zugang zu den Stränden, immer unter Achtung des Privateigentums, wie es das Gesetz vorsieht, und das haben wir bewiesen. Der Vorfall in Juan Dolio mit dem Mitglied von Aljadaqui beschämt uns. Das darf nicht passieren; die Strände gehören dem Volk und den Menschen“, erklärte der Minister.

Als Reaktion auf die Kontroverse kündigte Collado die Einrichtung eines Arbeitskreises an, dem das Tourismusministerium, das Umweltministerium, das Innenministerium sowie die Generalstaatsanwaltschaft angehören werden.

Ziel dieses Gremiums ist es, die Rechtssicherheit in den Küstenzonen zu stärken, ein harmonisches Miteinander zwischen Bürgern, Touristen und Eigentümern touristischer Anlagen zu fördern sowie die verantwortungsvolle Nutzung der öffentlichen Strände sicherzustellen.

Collado erläuterte, dass die Initiative darauf abzielt, ähnliche Konflikte künftig zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Küstenräume in einem Umfeld von Ordnung, Ruhe und strikter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften genutzt werden können. (DomRepTotal)

Anmerkung: Es gibt ein Gesetz welches eindeutig besagt, dass alle Strände öffentlich sind. Die gängige Praxis sieht allerdings aus, nicht nur in Juan Dolio. Lesen sie dazu:

https://www.domreptotal.com/die-dominikanische-republik-und-die-rechtliche-lage-der-straende/

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