Dominikanische Republik: Sargassum füllt die Strände von Boca Chica

Santo Domingo, – Ein großes Volumen an Sargassum, einer braunen Makroalge, hat in den letzten Stunden den Strand von Boca Chica überzogen und den Zugang für Badegäste blockiert. Videos zeigen sogar Boote, die im Algenmeer feststecken, sowie Einheiten der Touristenpolizei (Politur), die mit Sirenen vor der Situation warnen.

Das Umweltministerium erklärt: „Das Sargassum entsteht im Atlantik; es bildet große Teppiche an der Meeresoberfläche und erfüllt eine ökologische Rolle als Brut- und Schutzraum für viele Meeresarten.“

Nach Angaben der Statistikbehörde (ONE) treten die größten Mengen in den Monaten März und April auf. So entfielen 42,5 % der gemeldeten Fälle im Jahr 2023 auf April, weitere 27,6 % auf März.

🌊 Einschätzung zur Saison 2026 und Aussichten für die Dominikanische Republik

  • Saisonale Belastung: Auch 2026 zeigt sich das bekannte Muster – die stärksten Anlandungen sind im Frühjahr zu erwarten. Boca Chica, Punta Cana und die Ostküste sind besonders betroffen.
  • Tourismus: Kurzfristig beeinträchtigt Sargassum die Badequalität und das Bild der Strände. Hotels und Gemeinden müssen erhebliche Mittel für Reinigung und Entsorgung aufwenden.
  • Ökologie: Trotz der Belastung für den Tourismus bleibt Sargassum ein wichtiger Lebensraum für Fische, Schildkröten und andere Arten.
  • Aussichten:
    • Mai–Juni 2026: Wahrscheinlichkeit weiterer Anlandungen, aber tendenziell abnehmend gegenüber März/April.
    • Langfristig: Experten erwarten, dass die Sargassum‑Blüten im Atlantik durch Klimawandel und Nährstoffeinträge (Amazonas, Sahara‑Staub) weiter zunehmen.
    • Strategien: Die Dominikanische Republik setzt zunehmend auf mechanische Barrieren im Meer, tägliche Strandreinigung und Verwertung des Sargassums (z. B. als Dünger oder Biogas).

Fazit

Die Sargassum‑Saison 2026 bestätigt die bekannten Muster: starke Belastung im Frühjahr, mit Auswirkungen auf Tourismus und Küstenwirtschaft. Für die Dominikanische Republik bleibt die Herausforderung, ökologische Funktionen zu respektieren, gleichzeitig aber wirtschaftliche Schäden zu begrenzen.

Video von Listín Diario>

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„Die Prognose für die Sargassum‑Saison 2026 zeigt: Besonders betroffen sind die Küsten von Boca Chica und Bayahíbe/La Romana. Während die Belastung im Frühjahr ihren Höhepunkt erreicht, nehmen die Anlandungen ab Mai langsam ab. Maßnahmen wie Barrieren im Meer, tägliche Reinigung und die Verwertung des Seegrases sollen die Balance zwischen Tourismus und Ökologie sichern.“

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