Dominikanische Republik: Polizei macht weiter strenge Kontrollen bei Motorradfahrern

Santo Domingo.- In Santo Domingo hat die Verkehrspolizei Digesett am Mittwochmorgen im Stadtteil Los Jardines del Norte ein groß angelegtes Kontroll- und Beschlagnahmungs­operativo gegen Motorradfahrer durchgeführt. Hintergrund sind die zahlreichen Beschwerden von Fußgängern, die sich durch Motoristas bedroht fühlen, weil diese mit hoher Geschwindigkeit über die Gehwege fahren und in Stoßzeiten sogar in entgegengesetzter Richtung auf der Fahrbahn unterwegs sind.

Die Beamten stoppten Fahrer ohne Helm, Lizenz oder Kennzeichen und beschlagnahmten ihre Motorräder, die anschließend auf Plätze der Digesett gebracht wurden. Um ihre Fahrzeuge zurückzubekommen, müssen die Besitzer ihre Unterlagen und gesetzlichen Anforderungen nachweisen.

Anwohner berichten von täglichen Konflikten: Wer sein Recht auf freien Gehweg einfordert, wird von manchen Motoristas beschimpft oder sogar tätlich angegriffen. Mehrere Personen wurden bereits verletzt. Trotz des Einsatzes, der gegen 9 Uhr morgens endete, kehrte schnell wieder die gewohnte Situation zurück – mit erneuten Verstößen gegen die Verkehrsregeln. (Anmerkung der Redaktion: Das zeigt, dass man hier einfach mit dem Gewohnheitsrecht weiter macht. Weil man weiss, Kontrollen sind nur ein temporäres Ärgernis. Hoffentlich hält die Kontrolle an.)

In den vergangenen Wochen kam es zudem zu gewaltsamen Zwischenfällen mit Motorradgruppen, die in einigen Fällen tödlich endeten. Das verdeutlicht, wie angespannt die Lage rund um den Motorradverkehr in der Hauptstadt derzeit ist. (DomRepTotal)

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