
Santo Domingo – Die Dominikanische Republik plant Investitionen von rund 600 Millionen US-Dollar, um zwischen 2027 und 2028 mehr als 1.500 Kilometer Stromleitungen zu sanieren und 18 Umspannwerke neu zu errichten oder zu modernisieren. Dies gab Energieminister Joel Santos während der XI. Energiewoche in Santo Domingo bekannt.
Nach Angaben des Ministers soll das Programm die Verteilungsinfrastruktur des Landes an die stetig steigende Energienachfrage anpassen und die Stromversorgung von mehr als 300.000 Kunden verbessern. Vorgesehen sind die Erneuerung, Verstärkung und Modernisierung bestehender Stromnetze.
Santos betonte, dass der Ausbau der Stromerzeugung Hand in Hand mit Investitionen in die Netzinfrastruktur gehen müsse. Nur so könne sichergestellt werden, dass die erzeugte Energie zuverlässig bei Verbrauchern und Unternehmen ankomme.
Darüber hinaus forderte der Minister, die finanziellen Mittel für die staatlichen Stromversorger nicht ausschließlich auf Betriebskosten und Stromsubventionen zu konzentrieren. Notwendig seien vielmehr gezielte Kapitalinvestitionen in moderne Verteilernetze, Transformatoren und technische Anlagen.
Das Modernisierungsprogramm soll zudem von Maßnahmen zur Verbesserung des kommerziellen Managements der Energieversorger begleitet werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bekämpfung von Stromdiebstahl und Betrug, die seit Jahren zu den größten Herausforderungen des dominikanischen Energiesektors zählen.
Die angekündigten Investitionen gelten als wichtiger Schritt zur Modernisierung der Energieinfrastruktur und zur Sicherung einer stabilen Stromversorgung für Haushalte und Unternehmen in der Dominikanischen Republik. (DomRepTotal)