
Große Kontrollaktion entlang der Grenze zu Haiti
Die Generaldirektion Migration (DGM) der Dominikanischen Republik hat bei landesweiten Kontrollen innerhalb eines Tages insgesamt 2.256 ausländische Staatsangehörige ohne gültigen Aufenthaltsstatus festgesetzt.
Die Einsätze fanden am 30. Oktober in Grenzregionen, ländlichen Gemeinden sowie städtischen Gebieten statt. Ziel der Maßnahmen war die Überprüfung des Aufenthaltsstatus von Migranten sowie die Durchsetzung der geltenden Einwanderungsbestimmungen.
Grenzprovinzen verzeichnen die meisten Festnahmen
Die höchsten Zahlen wurden in den Grenzprovinzen zur Republik Haiti registriert:
- Dajabón: 317 Festsetzungen
- Elías Piña: 292
- Valverde: 157
- Pedernales: 150
- La Vega: 149
- Santo Domingo: 149
Von den insgesamt 2.256 registrierten Personen wurden 1.466 direkt von der Migrationsbehörde erfasst. Weitere Fälle wurden durch das dominikanische Heer, die Nationalpolizei sowie die Grenzschutzeinheit CESFRONT gemeldet.
Umfangreiche Kontrollen in Grenz- und Agrargebieten
Die Maßnahmen konzentrierten sich insbesondere auf die Grenzorte Dajabón, Loma de Cabrera, Restauración, Capotillo, Comendador sowie mehrere Gemeinden in der Provinz Pedernales.
Auch in den wirtschaftlich bedeutenden Regionen des Cibao fanden umfangreiche Kontrollen statt. Betroffen waren unter anderem Santiago, Mao, Esperanza, Navarrete, Tamboril und San José de las Matas.
Darüber hinaus wurden Einsätze in Azua, San Cristóbal, Samaná, La Altagracia und San Pedro de Macorís durchgeführt.
Dajabón bleibt Schwerpunkt der Migrationskontrollen
Nach Angaben der Behörden wurden allein zwischen dem 23. und 30. Oktober in der Provinz Dajabón insgesamt 1.375 Personen ohne gültige Dokumente festgestellt. In Valverde lag die Zahl bei 818.
Zusätzlich meldete die Migrationsbehörde die Festsetzung von 339 haitianischen Staatsangehörigen, die in verschiedenen Landwirtschaftsbetrieben der Region beschäftigt gewesen sein sollen.
Überführung ins Aufnahmezentrum Haina
Die festgesetzten Personen wurden zur weiteren Bearbeitung ihrer Fälle in das Migrationszentrum Haina in der Provinz San Cristóbal gebracht. Dort erfolgen Identitätsprüfungen und die entsprechenden migrationsrechtlichen Verfahren.
Migration bleibt eines der wichtigsten politischen Themen
Die Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit der anhaltenden Sicherheits- und Versorgungskrise im Nachbarland Haiti. Die dominikanische Regierung hat in den vergangenen Monaten die Grenzkontrollen deutlich verstärkt und die Zahl der Migrationsoperationen erhöht.
Während Befürworter eine konsequentere Durchsetzung der Einwanderungsgesetze fordern, verweisen Menschenrechtsorganisationen regelmäßig auf die Notwendigkeit rechtsstaatlicher Verfahren und eines respektvollen Umgangs mit Migranten.
Die Migrationspolitik bleibt damit eines der zentralen innenpolitischen Themen der Dominikanischen Republik. (DomRepTotal)