
Rom. Die weltweiten Lebensmittelpreise sind im September gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent gestiegen. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) treiben vor allem die Folgen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie zunehmende Wetterextreme die Kosten für Nahrungsmittel nach oben.
Besonders betroffen sind Getreideprodukte. Der FAO-Getreidepreisindex legte im September gegenüber August um 5,1 Prozent zu und lag damit 17,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Die Preise für Weizen stiegen um 6,3 Prozent, verursacht durch logistische Probleme im Schwarzen Meer und Dürreperioden in Teilen Nordamerikas. Mais verteuerte sich um 5,6 Prozent, bedingt durch Ernteeinbußen in den USA, geringere Exportmengen aus Brasilien und anhaltende Störungen wichtiger Handelsrouten.
Auch die Preise für Zucker zogen deutlich an. Mit einem Plus von 6,1 Prozent sorgten Produktionsrisiken in Indien, Thailand und Brasilien sowie die Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño für zusätzliche Marktunsicherheit.
Laut FAO erhöhen zudem die Spannungen im Nahen Osten und mögliche Beeinträchtigungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus die Kosten für Energie, Transport und Düngemittel, was sich mittelbar auf die globale Lebensmittelversorgung auswirkt.
Die Organisation erwartet für 2026 einen Rückgang der weltweiten Getreideproduktion um 2,1 Prozent auf rund 2,98 Milliarden Tonnen. Auch der globale Getreidehandel dürfte aufgrund logistischer Einschränkungen und höherer Transportkosten zurückgehen. (DomrepTotal)