
Samaná – Die Marine der Dominikanischen Republik hat bei einem Einsatz gegen den illegalen Migrantenschmuggel ein Schleuserboot mit insgesamt 59 Personen an Bord abgefangen. Das Boot wurde rund 30 Seemeilen nördlich der Provinz Samaná entdeckt und befand sich nach Angaben der Behörden auf einer mutmaßlich illegalen Überfahrt in Richtung Puerto Rico.
Die Operation erfolgte in Zusammenarbeit mit dem US-Küstenschutz in Puerto Rico. Vorausgegangen waren Geheimdienstinformationen über die geplante Abfahrt eines verdächtigen Wasserfahrzeugs. Aufgrund dieser Hinweise wurden Marineeinheiten entsandt, um das Boot aufzuspüren und zu stoppen.
49 Männer und 10 Frauen an Bord
Wie die dominikanische Marine mitteilte, befanden sich 49 Männer und 10 Frauen auf dem abgefangenen Boot. Nach der Festsetzung wurden die Personen zum Hafen von Samaná gebracht, wo ihre Identität überprüft und ihre Daten erfasst werden.
Anschließend sollen die Migranten der Marine-Geheimdiensteinheit M-2 übergeben werden. Dort werden sie im Rahmen der laufenden Ermittlungen befragt, um weitere Informationen über die Organisation der illegalen Reise zu erhalten.
Ermittlungen gegen Schleusernetzwerke
Die Behörden erklärten, dass die Untersuchungen darauf abzielen, die Verantwortlichen hinter der Überfahrt zu identifizieren. Im Fokus stehen insbesondere die Kapitäne der Boote, Organisatoren sowie weitere mutmaßliche Beteiligte, die mit dem Schmuggel von Migranten in Verbindung stehen könnten.
Nach Angaben der Marine werden derzeit zusätzliche nachrichtendienstliche Maßnahmen durchgeführt, um mögliche Schleusernetzwerke aufzudecken und strafrechtlich zu verfolgen.
Verstärkte Kontrollen in Küstengewässern
Die dominikanische Marine betonte, dass die Überwachung der Küstenregionen und Hoheitsgewässer weiterhin verstärkt werde. Dabei arbeite man eng mit nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden zusammen, um illegale Überfahrten zu verhindern und den Menschenschmuggel in der Karibik zu bekämpfen.
Insbesondere die gefährlichen Überfahrten nach Puerto Rico beschäftigen die Behörden seit Jahren. Viele Migranten setzen dabei auf überfüllte und nicht seetüchtige Boote, wodurch erhebliche Risiken für Leib und Leben entstehen.
Warnung an die Bevölkerung
Die Marine richtete erneut einen Appell an die Bevölkerung, sich nicht von Schleusern täuschen zu lassen. Illegale Überfahrten würden häufig unter falschen Versprechungen organisiert und könnten aufgrund der prekären Sicherheitsbedingungen tödlich enden.
Die Behörden kündigten an, ihre Präventions-, Aufklärungs- und Kontrollmaßnahmen fortzusetzen, um weitere illegale Ausreisen zu verhindern und Menschenleben auf See zu schützen. (DomRepTotal)