Dominikanische Republik: Gonzalo und Abinader gewinnen die Kandidaten-Wahlen zur Präsidentschaft

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Santo Domingo.- Am Sonntag gab es erstmals die öffentlichen Wahlen zur Vorentscheidung der Präsidentschaftskandidaten. Bisher entschieden die jeweiligen Parteien, wer als Präsidentschaftskandidat in die Wahlen um die Regierung antrat. Erstmals, mit Kosten in Milliardenhöhe für die Bevölkerung (in RD$), durfte das Volk entscheiden. 

Für die PLD trat mit viel Aussicht auf Erfolg der Ex-Präsident Leonel Fernandez an. Er regierte von 1996-2000 und 2004-2012 das Land. Seine Erfolge waren überschattet durch Korruption und eine extreme Staatsverschuldung, auch den Vertrag mit Barrick Gold hat man ihm offensichtlich übel genommen.  So konnte der Ex-Minister und vom Präsidenten Danilo Medina unterstütze Kandidat Gonzalo Castillo die Wahl für sich gewinnen. Er wird nun als Präsidentschaftskandidat der PLD 2020 antreten. 

Castillo ist 58 Jahre alt und war unter Präsident Medina Minister für Öffentliche Werke und Kommunikation. Seine Dienstzeit begann 2012 und endete im Juli vergangenen Jahres, da trat der Minister von seinem Amt zurück um sich auf den Wahlkampf vorzubereiten. Er gilt als „Neues Blut“ in der PLD. Er wurde vom amtierenden Präsidenten Medina, der nach der dominikanischen Verfassung nicht mehr antreten durfte, unterstützt. 

Ohne bisherige Wahlerfahrung gegen den „Leon“ Fernandez anzutreten war nicht einfach. Im Wahlkampf gab Gonzalez sehr viel Geld aus um sein Gesicht und seine Persönlichkeit der Bevölkerung bekannt zu machen. Die Propaganda von Gonzalez führte zu Misstrauen bei anderen Kandidaten der PLD, die sich ebenfalls um die Präsidentschaftskandidatur beworben hatten. Sie traten zurück und fühlten sich ungerecht behandelt. 

Castillos Rhetorik im Wahlkampf war sehr begrenzt. Seine These war, dem Volk die einzig fähige Regierung zu garantieren und mit Stetigkeit die beste Regierung die das Land je hatte (Regierungszeit Medina), fortzuführen. Der Bürgermeister von San Cristobal nannte aus diesem Grund den Kandidaten als „Gonzalo Medina“. 

Gonzalo wurde am 20. November 1960 in Barahona geboren, sein Vater arbeitete als Friseur, seine Mutter war Hausfrau. Unter bescheidenen Verhältnissen aufwachsend wurde ihm schnell bewusst, dass er unabhängig sein musste und widmete sich dem freien Unternehmertum. Mit 23 Jahren eröffnete er sein erstes Verkaufsgeschäft für technische Geräte, kurz nachdem er sein Studium für Elektronik und Mikroprozessoren beendet hatte. Zu dieser Zeit war er bereits PLD – Aktivist. 

Sein schneller Aufstieg zeigte sich, als der mit 32 Jahren ein Gründungsmitglied der Firma Helidosa wurde und Gründer eines Bauunternehmens. Das Helidosa Unternehmen bietet Hubschrauber Service an und ist heute die größte Firma im dominikanischen Flugwesen. 1999 komplettierte er seine Ausbildung im Verwaltungswesen und stieg gleichzeitig in der PLD immer weiter hinauf. Er war bereits ein blühender Unternehmer, als Präsident Medina ihm den Posten als Minister gab. 

Sein deklariertes Vermögen lag 2012 bei 2,5 Millionen USD, 2016 lag es bereits bei 9,8 Millionen USD. Dies jedoch wurde nicht deklariert, es ist eine Schätzung vom Büro zur Überwachung  Öffentlicher Kapitalien. Seine Leistungen wurden überschattet von aktuellen Ermittlungen eines Internationalen Konsortiums von Ermittlungsjournalisten. 

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DER SIEG VON ABINADER

Bei der PRM gab es ebenfalls einen Zweikampf zwischen einem Ex-Präsidenten (Hipolito Mejia) und Luis Abinader. Der 52jährige Unternehmer und Volkswirtschaftler Luis Abinader, der bereits 2016 als Präsidentschaftskandidat antrat und gegen Danilo Medina die Wahlen verloren hatte, bestritt seinen zweiten Wahlkampf, konnte Mejia schlagen. Wahlthema war vor allem die Korruption, welche die PLD überschattet, man sprach immer von der absoluten Macht der PLD, welche zum Fortschritt der Korruption führte und die Staatsschulden stark ansteigen ließ. 

Abinader hat sein Studium in den Vereinigten Staaten abgeschlossen (Volkswirtschaft), seine Familie und er widmen sich dem Zement- und Tourismusgeschäft, ebenfalls ist man Besitzer der Privatuniversität O&M. Abinader ist mit Raquel Abrate verheiratet und hat drei Töchter (Esther Patricia, Graciela Lucía und Adriana Margarita). 

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