
Santo Domingo.- Die Dominikanische Republik erhält ein Finanzierungs- und Förderpaket in Höhe von 6,3 Millionen US-Dollar zur Bekämpfung und wirtschaftlichen Nutzung von Sargassum-Algen. Die Initiative wird gemeinsam von der Europäischen Investitionsbank (EIB), der Europäischen Union und der Banco Adopem getragen.
Von den insgesamt 6,3 Millionen US-Dollar stellt die EIB über ihre Entwicklungssparte EIB Global ein Darlehen von 5,1 Millionen US-Dollar bereit. Weitere 1,2 Millionen US-Dollar kommen von der Europäischen Kommission für technische Unterstützung und Beratung, das Geld mus nicht zurück gezahlt werden.
Die Mittel sollen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugutekommen, die sich mit der Sammlung, dem Transport, der Lagerung und der Verwertung von Sargassum beschäftigen. Ziel ist es, den Zugang zu langfristigen Finanzierungen zu verbessern, nachhaltige Geschäftsmodelle aufzubauen und neue wirtschaftliche Chancen in den Küstenregionen zu schaffen.
Die technische Unterstützung umfasst unter anderem die Entwicklung bankfähiger Projekte, maßgeschneiderter Finanzierungsmodelle, Umweltstandards sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Grundlage dafür ist eine bereits 2025 vorgestellte Analyse der Sargassum-Wertschöpfungskette.
150.000 Tonnen Sargassum als Ziel für die Dominikanische Republik
Das Programm unterstützt das regionale Ziel, bis 2027 insgesamt 660.000 Tonnen Sargassum in der Karibik einzusammeln. Davon entfallen 150.000 Tonnen auf die Dominikanische Republik. Gleichzeitig sollen wirtschaftlich rentable Nutzungsmöglichkeiten für die Biomasse entwickelt werden.
Die massenhafte Anlandung von Sargassum stellt seit Jahren eine große Belastung für Tourismus, Fischerei, Küstengemeinden und marine Ökosysteme in der Karibik dar. Die Projektpartner sehen jedoch auch Chancen für neue Geschäftsmodelle und zusätzliche Arbeitsplätze.
Die Finanzierung wurde während der 4. EU-Karibik-Konferenz zum Thema Sargassum in Cancún (Mexiko) vorgestellt. Vertreter der EIB, der EU-Kommission und der Banco Adopem betonten, dass aus dem Umweltproblem durch gezielte Investitionen eine nachhaltige Wertschöpfungskette entstehen könne, die Beschäftigung schafft und die Widerstandsfähigkeit der Küstenregionen gegenüber dem Klimawandel stärkt. (DomRepTotal)
