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Dominikanische Republik: Sosua verwandelte sich ein einen Ort für Sextourismus - DomRep Total

Dominikanische Republik: Sosua verwandelte sich ein einen Ort für Sextourismus

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Puerto Plata, Sosua.- Die Vereinigung für eine nachhaltige Entwicklung von Sosua (ADSS) und die Vereinigung der Hotels und Restaurants von Sosua und Cabarete (ASHORESOCA) geben ihren Zuspruch der kürzlich durchgeführten Aktionen der Behörden, dabei wurden diverse Bars im Sektor El Batey, Pedro Clisante, geschlossen. 

Sosua war eines der Hauptreiseziele für Familien, in den vergangenen Jahren hat es sich in ein Ziel für Sextouristen verwandelt, im Zentrum der attraktiven Gemeinde ist die Prostitution unbeherrscht gewachsen. Diese Situation hat den nationalen Familien- und den Auslandstourismus entfernt, zahlreiche Hotels und Restaurants mussten geschlossen werden und die entstandene Arbeitslosigkeit hängten die Urlaubszone Sosua von anderen Urlaubsregionen in der Dominikanischen Republik ab. 

In der vergangenen Woche hatte die Generalstaatsanwaltschaft der Dominikanischen Republik die Schließung der Bars durch Einheiten der Nationalpolizei und Tourismuspolizei begleitet. Begründet wurde die Aktion mit dem Nutzungsrecht der Böden nach den Vorschriften des Bürgermeisteramtes. (Anmerkung der Redaktion: Gesucht wurde auch nach Drogen, Waffen und minderjährigen Putas. Gefunden wurde nichts dergleichen.)

Die Maßnahme wurde von der Mehrheit der Bevölkerung genehmigt, wie auch durch ADSS und ASHORESOCA und anderen Personen, die sich für eine Verbesserung der Gemeinde Sosua einsetzen, wie auch die Sektoren, die den Wirtschafts- und Sozialrat der Gemeinde Sosua (CESMS) formen. 

Humberto Pichardo, Direktor von ASHORESOCA, bewertet die Aktion positiv. Die Behörden haben die Bars geschlossen und damit den Urlaubsort Sosua saniert. Jetzt kann ich Sosua, wie in den Jahren zuvor, in ein Ziel für Gastronomie und Kultur entwickeln, wieder familienfreundlich sein. Das war ein Wunsch seit vielen Jahren von vielen Unternehmern und der Allgemeinheit. 

Andres Gustavo Pastoriza, Präsident der ADSS, dankte den Behörden ebenfalls für die Aufführung der vorgenannten Aktion, vor allem dem Justizbeamten Osvaldo Bonilla aus Puerto Plata, Bürgermeisterin Ilana Neumann und dem Kommandanten der Nationalpolizei, Coronel Anicasio Guillen. 

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Kommentar:

Der Artikel stammt aus der nationalen Presse und entspricht wohl in keinem Punkt der Realität. In welcher Zeit soll Sosua ein Familientourismusort gewesen sein? Fakt ist, dass mit der Entstehung des Tourismus an der Nordküste, Sosua als das „Ibiza der Karibik“ bekannt wurde. Es war schlicht der Partyort im Norden, mit vielen Bars und noch mehr Discotheken. Es kamen junge Paare und Singles, wie in jedem anderen Partyort in der Welt auch. Selten verlaufen sich ja wohl Generationen ab 50 in Discotheken, oder Familien. 

Als in den 80er Jahren der Tourismus den Norden eroberte, war es vor allem ein Billigtourismus, dieser wurde hier gepflegt. Es entstanden zahlreiche Hotels, deren Kontingente wurden von Reiseveranstaltern aufgekauft und auf dem deutschen Markt verscherbelt. Kaum zu glauben, der Anteil deutscher Urlauber in der Dominikanischen Republik übertraf in den 90er Jahren eine halbe Million! Der Boom brach nicht ein, weil in einigen Bars und Discotheken Prostituierte Ausschau nach Freiern hielten, der Grund war die verfehlte Tourismuspolitik! 

Das Nacht- und Partyleben ließ einige Singles ausharren, anspruchsvollere Paare und Touristen kamen nicht mehr. Nicht angewidert von den Prostituierten, denn das Nachtleben fand ja nicht an öffentlichen Plätzen statt sondern in den Bars und Discos. Fakt war, dass z.B. Reiseveranstalter wie FTi die Hoteliers in den Ruin trieben. Diesen zahlte man zwischen 12 und 18 USD pro Kopf, verlangte dafür den ALLES INKLUSIVE Service. Schöne Hotelanlagen wie das Tropicana Hillside, Sosa Fun Club, CCC und andere konnten mit diesem Budget nicht die notwendigen Wartungsarbeiten durchführen, die Anlagen zeigten Gebrauchsspuren.

Die Bewirtung der Gäste war, angesichts des Budgets vom Reiseveranstalter, eher dürftig. Es gab billigsten Alkohol, die Cocktails waren mit extrem hochprozentigem Rum gemischt. Den Urlauber schnell besoffen machen, bevor er zu viel konsumiert, das war das Ziel. Auch die Küchen gaben nicht viel her und die Urlauber sahen ihre Erwartungen an einen „Karibik – Urlaub“ nicht erfüllt. Damals gab es 2 Wochen AI für weniger als 1.000 DM! Mit normalem Menschenverstand kann man sich denken dass es da nicht Langusten geben kann, eher Spaghetti Bolognese. 

Der Tourismus entwickelte sich, die Infrastruktur lag jedoch im Argen. Viele Reisende waren geschockt, angesichts der vielen Müllberge an den Straßen, die diesen Namen nicht einmal verdienten. Während also der Norden deutliche Verschleißspuren aufwies, entwickelte sich im Osten das „Punta Cana Land“. Ein künstlich aufgebautes Urlaubsgebiet entstand, die nicht vorhandene Infrastruktur wurde zeitgleich mit den Hotels aufgebaut. Nach 50 Jahren ist im Osten der beliebteste Platz der Karibik entstanden. Punta Cana schaffte es gar in die Top 10 Reiseziele der Welt. Im Norden hingegen mussten die Hotels schließen. Die Touristen wollten mehr als man ihnen dort bieten konnte. 

Zahlen belegen es: In den Jahren 2000 – 2010 gingen die Flüge nach Puerto Plata um die Hälfte zurück, Dutzende Hotels mussten schließen, im Osten gab es von Jahr zu Jahr mehr Flüge und Hotels. Hier wurde viel Wert auf Qualität und Service wert gelegt, Faktoren, die Urlauber im Norden nicht erfüllt bekamen. 

Geblieben ist Sosua noch ein wenig „Nightlife“, doch falsche Moralapostel versuchten immer wieder dem Sextourismus zu schaden. Wer die 90er in Sosua erlebte, der erinnert sich nich daran, als mehre LKW Ladungen mit Prostituierten an der High Caribbean Disco und anderen, abgefahren wurden! Prostitution ist im Land verboten, aber überall geduldet. Oder eben nicht, wenn es den Behörden nicht passt. Dies garantiert zumindest der PN und Cestur (damals Politur) Nebeneinnahmen.

Es ist kein Geheimnis, die Uniformierten sind nicht selten auch Zuhälter. Selbst die nationale Presse, wie Ermittlungsjournalistin Alicia Ortega, haben berichtet und bei Youtube findet man diese Reportagen. Die Putas, wie man hier die Prostituierten nennt, geben vor der Kamera offen zu dass sie bei der Polizei Geld zahlen damit man sie unbehelligt arbeiten lässt. Im Umkehrschluss heißt das: wer nicht zahlt, der geht in den Bau. Dort kauft sich die Frau raus, zahlt künftig ihre Abgaben und kann arbeiten. 

Diese Methode gilt auf der ganzen Insel, vornehmlich natürlich in Orten mit viel internationalem Tourismus. Wer glaubt, dass Sosua das einzige Ziel für Sextouristen ist, der irrt. Boca Chica ist hier ebenso berühmt und wer glaubt, dass Punta Cana eine heilige Zone ist, der irrt gewaltig. Dort findet man außerhalb der Resort einige Nachtclubs, zahlreiche Bars und unzählige Mädchen. Im Jahr 2000 gab es einen Nachtclub namens Pachi Pachi, heute allein drei mit diesem Namen, nebst anderen.

Überhaupt von Sextourismus zu reden ist hanebüchen, die Dominikaner lieben die sexuelle Unterhaltung ebenfalls. Selbst in kleinsten Orten, ob Dajabon oder Pedernales, völlig abseits vom Tourismus, findet man Putas. Das älteste Gewerbe ist auf der ganzen Insel präsent, statt inNachtclubs findet man die Mädchen im Car Wash oder in der Disco Terrazza. 

In sofern ist die obige Erklärung im Artikel völlig falsch, entbehrt jeder Grundlage. Wie verlogen die ganzen Danksagungen sind zeigt sich schon dadurch, dass im ehemaligen Hotel Esplanada nun ein Platz entstanden ist, wo sich die Frauen ihre Freier suchen können. Fakt: Die ach so verrufene Prostitution hat sich nur um einen Kilometer verschoben, vom Ortszentrum zum Ortsrand. Das ach so verrufene Milieu ist also noch da. Was wurde saniert, was verbessert?  

Noch ein Wort zum nationalen Tourismus. Ja, den gibt es natürlich. Vor allem zu Ostern und Weihnachten kamen Dominikaner aus Santiago, La Vega und Bonao an die Nordküste. Meist junge Leute, die sich dann ebenfalls amüsieren wollten. Prostitution hält nationalen Tourismus nicht fern, nur gewisse Klassen. Boca Chica und Juan Dolio zeigen es ja, jedes Wochenende kommen die Hauptstädter hinaus, amüsieren sich. Die Reichen haben ihr Luxusappartement, eine gesicherte Anlage mit eigenem Strand, Pool und allen Annehmlichkeiten. Sie stören sich nicht an den Putas, die ihre Reviere haben und abends die Duarte entlang flanieren. 

Was ist der Grund, dass in Sosua immer wieder mit solchen Lügen diese Aktionen gut geheißen werden? Am Ende passiert nur eines: die letzten internationalen Sextouristen suchen sich einen neuen Ort, die ganze Welt ist doch ein Puff. Wo gibt es dieses Gewerbe nicht, außer vielleicht im Vatikanstaat? Es wird in Sosua immer Putas geben, nur ein großes Geschäft wir man dann nicht mehr machen. Die Mädels ziehen weiter, nach Punta Cana, Bayahibe und andere beliebte Reiseziele.

Was aber bleibt dann Sosua? Das Casa Marina Hotel ist allein mit seinem AI Angebot, die Sosua Bay Anlage steht leer. Viele andere Hotels von früher sind Ruinen, nur wenige schafften eine Transformation in eine Appartementanlage. Wovon will man leben? Landwirtschaft? Das geben die Böden nicht her, diese Erfahrung machten schon die jüdischen Einwanderer. Viehzucht? Bei der immer häufiger auftretenden Trockenheit ist auch das ein Risiko. Produktion? Die Zuckermühle (Montellano) ist seit Jahrzehnten geschlossen, verfallen. Es können sich nur Rentner mit guter Altersvorsorge dort am Leben halten. Außer Productos Sosua gibt es kaum etwas aus dem Sektor Produktion und Herstellung. 

Die Bürgermeisterin bringt, zumindest mit dem Applaus der Vereinigungen (siehe oben), ihren Ort an den Rand des Ruins Eine weitere Legislaturperiode wird sie nicht haben, vielleicht hat sie deshalb Land erworben, just da, wo man das Rotlichtmilieu ansiedeln will. Zumindest ist dies ein „Gerücht“, was in Sosua die Runde macht. Schon paradox, wenn die Bürgermeisterin die Prostitution offiziell verringern will, inoffiziell aber daran verdienen könnte. 

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