Dominikanische Republik: Regierung stoppt Bergbauprojekt in SJdM

Santo Domingo.- Unternehmerverbände wie CONEP, CAMIPE und ASIEX haben ihre Ablehnung gegenüber der Entscheidung von Präsident Abinader geäußert, das Bergbauprojekt Romero in San Juan zu stoppen. Sie warnen vor negativen Folgen für Investitionen und fordern eine neue Gesetzgebung für den Sektor. Zuvor hatte Präsident Abninader dem Projekt zugestimmt, aufgrund massiver Proteste aus der Bevölkerung und der Kirche jedoch diesen Beschluss nun gestoppt.

Argumente der Protestbewegungen:

Die Argumentation der Wirtschaftsverbände blendet jedoch die massiven Umweltschäden aus, die Bergbauprojekte in der Dominikanischen Republik regelmäßig verursachen:

  • Wasserquellen werden durch Chemikalien und Abraum gefährdet, was die Trinkwasserversorgung ganzer Regionen bedroht.
  • Böden und Landwirtschaft leiden unter Schwermetallbelastungen, die langfristig die Ernährungssicherheit beeinträchtigen.
  • Ökosysteme in Bergregionen werden zerstört, Biodiversität geht unwiederbringlich verloren.
  • Gesundheit der Bevölkerung ist durch Staub, Abwässer und toxische Rückstände gefährdet.

Die Behauptung einer „verantwortlichen“ oder „nachhaltigen“ Bergbaupraxis bleibt in der Realität oft ein leeres Versprechen. Erfahrungen mit Projekten in Cotuí, Barahona oder Sánchez Ramírez zeigen, dass wirtschaftliche Interessen meist Vorrang vor Umwelt- und Gemeindeschutz haben.

Fazit

Die Entscheidung zur Paralysierung des Projekts Romero ist nicht nur ein politisches Signal, sondern ein notwendiger Schritt, um irreversible Schäden an Natur und Bevölkerung zu verhindern. Statt Investorenvertrauen zu beschwören, sollte die Priorität auf sauberen Wasserquellen, gesunden Böden und dem Schutz der Gemeinden liegen. (DomRepTotal)

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