Dominikanische Republik: Großes Fischsterben und Ölverschmutzung in der Bucht von Azua angeprangert

AZUA, Dominikanische Republik. – Die Unión Anti Barcazas de Los Negros, das Nationale Komitee für den Kampf gegen den Klimawandel (CNLCC) sowie das Institut der Anwälte für den Schutz der Umwelt (INSAPROMA) haben ein massives Fischsterben und den Tod weiterer Meeresarten in der Bucht von Puerto Viejo, innerhalb des Wildschutzgebiets von Azua, angeprangert.

Die Organisationen bezeichneten den Vorfall als Umweltkatastrophe und legten Videos vor, die tote Fische und durch einen mutmaßlichen Treibstoffaustritt verdunkeltes Wasser zeigen.

Sie forderten vom Umweltministerium eine sofortige und umfassende Untersuchung sowie strenge Sanktionen gegen die Verantwortlichen.

Verdacht auf Schiffe und Kraftwerksbargen

„Derzeit liegen in der Bucht von Puerto Viejo vier Stromerzeugungs-Bargen der türkischen Firma Karadeniz Powership sowie vier weitere Schiffe vor Anker – alle stehen im Verdacht, diesen Austritt und das große Fischsterben verursacht zu haben“, erklärten die Organisationen.

Sie verlangten, dass diese Schiffe untersucht und während der Ermittlungen am Auslaufen gehindert werden.

Rückblick auf 2023

Die Gruppen erinnerten daran, dass im Juni 2023 ein ähnliches Phänomen am Strand von Los Negros auftrat. Damals machte die Bevölkerung die türkischen Bargen verantwortlich, während die Behörden den Vorfall auf Regenfälle zurückführten, die Schadstoffe und Süßwasserarten ins Meer gespült hätten.

Diesmal jedoch, so betonten die Organisationen, habe es keine starken Niederschläge gegeben – im Gegenteil herrsche eine intensive Trockenheit. Daher könne das Fischsterben nicht wie 2023 auf Regenfälle zurückgeführt werden. (DomRepTotal)

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