Dominikanische Republik: Abgeordnete genehmigen 632 Mio.USD Kredit für Kohlekraftwerke

Kohlewerk

Santo Domingo.- Am Dienstag genehmigten die Abgeordneten der Dominikanischen Republik die Aufnahme eines Darlehen über 632,5 Mio. USD zur Anschaffung von zwei Kohlekraftwerken. Die Kredite wurden bereits abgezeichnet über das dominikanische Finanzministerium mit der Deutschen Bank aus der Bundesrepublik Deutschland und der Santander Bank aus Italien (Mailand).

Am 20. Mai hatte man bereits die Kreditverträge unterzeichnet, Ende Juni hatte der Senat die Kredite bewilligt und nun gaben auch die Abgeordneten ihr Ja. Für die Thermoelektrische Zentrale, welche in Punta Catalina bei Bani errichtet wird, werden 550 Millionen USD verwendet. Bauherr ist die dominikanische Regierung, der Strom fließt in die Netze der CDEEE (Körperschaft der Elektrischen Staatlichen Unternehmen). Durch das Verbrennen von Mineralkohle werden pro Kraftwerk je 360 MW erzeugt (zuvor hieß es in den Meldungen dass es sich um Kraftwerke mit einer Leistung von 300 MW handelt).

Die Kredite wurden für 82.5 Millionen USD über das italienische Unternehmen SACE abgesichert.

Die Kraftwerke sind nicht unumstritten. Dabei geht es nicht einmal um die Umweltpolitik und Umweltbelastung. Die Baufirma (Odebrecht aus Brasilien) ist in einen riesigen Korruptionsprozess verwickelt. Darin eingeschlossen sind auch die Kraftwerke. In der Dominikanischen Republik gibt es ebenfalls Skandale. Niemand fragt sich wie es möglich ist den Bau von Kraftwerken zu genehmigen wenn die Finanzierung nicht geklärt ist. Weiter gibt es Stimmen die behaupten dass mit diesem Projekt auch die Wiederwahl des dominikanischen Regierungspräsidenten finanziert werden soll.

Lesen sie hierzu:

http://karibik-news.com.w01345fa.kasserver.com/news/3825-dominikanische-republik-kohlekraftwerke-groesserer-skandal-als-sunland-und-tucanos.html

http://karibik-news.com.w01345fa.kasserver.com/news/3830-dominikanische-republik-korruption-brasilien-odebrecht-und-kohlekraftwerke.html

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