
Barahona ist eine südwestliche Provinz der Dominikanischen Republik mit Hauptstadt Santa Cruz de Barahona. Sie ist bekannt für ihre Küsten, die Sierra de Bahoruco, den Larimar‑Abbau und die heißen Quellen („Aguas Termales“), die als touristisches Entwicklungsprojekt diskutiert werden.
Barahona
1. Geografie und Lage
- Südwestküste der Dominikanischen Republik
- Hauptstadt: Santa Cruz de Barahona
- Landschaft: Küstenabschnitte, fruchtbare Täler, Gebirge der Sierra de Bahoruco
- Klima: tropisch‑maritim an der Küste, gemäßigt in höheren Lagen
2. Geschichte
- Gegründet 1881 als Seebezirk, seit 1907 Provinzstatus
- Hafenstadt Santa Cruz spielte früh eine Rolle im Handel und in der Verwaltung
3. Natur und Schutzgebiete
- Teil des UNESCO‑Biosphärenreservats Jaragua‑Bahoruco‑Enriquillo
- Hohe Biodiversität mit endemischen Pflanzen und Tieren
- Küstenabschnitte dienen als Nistplätze für Meeresschildkröten
4. Wirtschaft
- Agrarwirtschaft: Kaffee, Kakao, Bananen, Avocados, Zitrusfrüchte
- Fischerei: wichtig für lokale Ernährung und Handel
- Bergbau: einziges Vorkommen weltweit von Larimar, einem blauen Halbedelstein
- Grösste Blocksteinfabrik der Karibik
- Kalkfelsen
- Tourismus: Strände, Öko‑ und Aktivtourismus, wachsende Infrastruktur
5. Infrastruktur
- Hafenanlagen und internationaler Flughafen María Montez
- Straßenverbindungen verbessern sich, Bergregionen teils schwer erreichbar
6. Touristische Attraktionen
- Strände: Die Balnearios San Rafael und El Quemaito, Bahoruco (kein Sandstrand! Die meisten Strände im Südwesten bis hinunter nach Pedernales sind Strände mit Kieselsteinen
- Gebirgslandschaften der Sierra de Bahoruco, Nebelwald Cachote, interessant vor allem für Ornithologen
- Heiße Quellen („Aguas Termales“ in Canoa/Vicente Noble) – geplantes Tourismusprojekt mit Hotels und Arbeitsplätzen, Investitionsvolumen ca. 25 Mrd. Pesos, leider aktuell stillgelegt.
7. Perspektiven und Herausforderungen
- Chancen: Ausbau von Ökotourismus, Nutzung der heißen Quellen als Alleinstellungsmerkmal in der Karibik
- Herausforderungen: Infrastrukturdefizite, Balance zwischen Naturschutz und Tourismusentwicklung
- Politische Diskussion: Zustimmung des Parlaments für das Thermalprojekt erforderlich
🖋️ Kommentar
Barahona besitzt mit seinen Stränden, Bergen und heißen Quellen ein enormes Potenzial für nachhaltigen Tourismus. Doch während Investoren Milliardenprojekte mit Luxushotels und Thermalparks planen, bleibt die Realität vieler Bewohner geprägt von schwieriger Infrastruktur und kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Die Diskrepanz zwischen den versprochenen „Industrien ohne Schornsteine“ und den tatsächlichen Lebensbedingungen zeigt einmal mehr: Die heißen Quellen sprudeln zwar, aber die politische Umsetzung bleibt leider nur lauwarm. Wegen politischer Unentschlossenheit hat sich der Investor vorerst zurückgezogen, nach einer mehrjährigen Wasserstudien (Qualität und Stabilität der Temperaturen und mineralischen Zusammensetzung). (Rechte bei DomRepTotal)