
Abinader fordert vor der UNO schnellere Hilfen gegen Sargassum-Plage in der Karibik
NEW YORK – Der dominikanische Präsident Luis Abinader hat vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen eine schnellere Bereitstellung von Klimafinanzierungen zur Bekämpfung der wachsenden Sargassum-Plage in der Karibik gefordert.
Abinader betonte, dass auf Initiative der Dominikanischen Republik die erste globale UN-Resolution zum Thema Sargassum verabschiedet worden sei. Die massiven Algenansammlungen beeinträchtigen jedes Jahr Küstenregionen, den Tourismus und die Wirtschaft zahlreicher Karibikstaaten.
Nach den Worten des Präsidenten werde Sargassum inzwischen nicht mehr nur als regionales, sondern als internationales Problem betrachtet. Gleichzeitig forderte er einen schnelleren Zugang zu Klimahilfen für besonders betroffene Staaten. Die Finanzmittel müssten mit derselben Dringlichkeit bereitgestellt werden, mit der Stürme und andere Folgen des Klimawandels die Karibik treffen.
Abinader verwies zudem auf die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit beim Schutz von Küsten, Meeresgebieten und lokalen Gemeinschaften vor den Auswirkungen des Klimawandels.
Parallel dazu findet Anfang Oktober in Cancún (Mexiko) die 4. EU-Karibik-Global-Gateway-Konferenz zum Thema Sargassum statt. Dort sollen Projekte aus Mexiko, Grenada und der Dominikanischen Republik vorgestellt sowie Investitionsmöglichkeiten und technologische Lösungen für die nachhaltige Nutzung der Algen diskutiert werden.
Experten sehen in einer regionalen Wertschöpfungskette für Sargassum neue wirtschaftliche Chancen, zugleich aber auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Tourismusdestinationen in der Karibik. (Arecoa-DRT)
