Tourismusboom fördert informelle Geschäfte in der Dominikanischen Republik

Santo Domingo, – Der anhaltende Tourismusboom in der Dominikanischen Republik hat eine Welle von Kleinunternehmungen und informellen Geschäften ausgelöst. Viele dieser Betriebe profitieren vom wirtschaftlichen Aufschwung, operieren jedoch außerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen, was sie weniger wettbewerbsfähig und anfälliger macht.

📊 Zentrale Ergebnisse der Ensetur-Umfrage 2025

  • Von 642 MIPYMES (Mikro-, kleine und mittlere Unternehmen) in den drei wichtigsten Tourismuszentren – Punta Cana-Macao, Barahona-Pedernales und Puerto Plata – sind 42,2 % informell.
  • 71,6 % dieser Betriebe sind Mikrounternehmen mit maximal fünf Beschäftigten.
  • Der Schwerpunkt liegt im Bereich Lebensmittel und Getränke (76,4 %), deutlich höher als bei formal registrierten Unternehmen (58,8 %).
  • Regionale Verteilung: 52 % in Punta Cana-Macao, 41 % in Puerto Plata, 7 % in Barahona/Pedernales.

👥 Arbeitsmarkt und soziale Dimension

  • Informelle Beschäftigung ist besonders verbreitet in Küche (19,7 %), Reinigung (15,6 %), Service (13 %) und sogar im Management (12,2 %).
  • Viele dieser Jobs werden von Migranten übernommen, oft mit geringer sozialer Absicherung, hoher Fluktuation und fehlender Regulierung.
  • Das Institut für Migration betont: „Die Informalität ist ein persistentes Merkmal des Tourismus und erhöht die sozioökonomische Verwundbarkeit.“

⚖️ Herausforderungen

  • Die hohe Konzentration informeller Mikrounternehmen schafft eine Nachfrage nach flexibler, saisonaler und niedrig qualifizierter Arbeitskraft, was die Formalisation des Arbeitsmarktes erschwert.
  • Regulierte Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten stellen dagegen über 61 % der Arbeitsplätze.
  • Im informellen Sektor konzentrieren sich 85 % der Jobs auf Kleinstbetriebe mit weniger als 10 Beschäftigten. (DomrepTotal)

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