
China warnt vor gefährlichem Wettlauf um Künstliche Intelligenz
PEKING, – Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, hat davor gewarnt, Angst, Konfrontation und einen erbitterten Wettlauf um die Künstliche Intelligenz (KI) zu fördern. Dies könne die internationalen Bemühungen um eine angemessene Regulierung und Governance dieser Technologie erheblich beeinträchtigen.
Guo betonte bei einer Pressekonferenz, dass die Entwicklung der KI direkte Auswirkungen auf das Wohl der gesamten Menschheit habe. Daher müssten die Länder gemeinsam für ein offenes, inklusives und gemeinwohlorientiertes Wachstum eintreten.
Internationale Debatte über Risiken
Die Warnung fällt in eine Zeit, in der die weltweite Diskussion über die Risiken des rasanten Fortschritts von KI‑Systemen zunimmt. Mehrere führende Tech‑Manager haben zuletzt gefordert, die Entwicklung zu verlangsamen, um Missbrauch zu verhindern.
- Dario Amodei, CEO von Anthropic, sprach sich am Wochenende für ein reduziertes Tempo aus.
- Elon Musk (xAI) und Sam Altman (OpenAI) äußerten ähnliche Bedenken.
- Der ehemalige Anthropic‑Forscher Jacob Coxon verglich hochentwickelte KI‑Modelle mit dem „Einladen eines außerirdischen Geistes auf den Planeten“ und forderte den US‑Kongress auf, den Laboren zunächst Selbstregulierung zu erlauben, bis ein langfristiger Rechtsrahmen geschaffen ist.
Innovation vs. Kontrolle
Die Debatte verdeutlicht die wachsende Spannung zwischen Befürwortern einer beschleunigten technologischen Innovation und jenen, die stärkere Kontrollen und Sicherheitsmechanismen fordern.