
Santo Domingo,– Eine einjährige Tochter starb am Mittwoch im Westen von Santo Domingo, nachdem eine Mauer ihres Hauses durch die anhaltenden Regenfälle einstürzte. Die Niederschläge wurden durch eine über dem Land liegende Wetterstörung ausgelöst und führten zu schweren Überschwemmungen sowie erheblichen Sachschäden, wie ein erster Bericht bestätigt.
Die größten Schäden traten im Großraum Santo Domingo auf, einschließlich des Distrito Nacional, erklärte Präsident Luis Abinader bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Leiter des Zivilschutzes (COE), Juan Manuel Méndez.
Nach Angaben des COE fielen in Teilen der Hauptstadt zwischen 300 und 400 Millimeter Regen. Schulen blieben geschlossen, und die Behörden riefen die Bevölkerung in 18 Provinzen zur Wachsamkeit auf.
Betroffene Familien berichten von erheblichen Verlusten. „Die Fluten haben uns alles genommen – Bett, Kühlschrank, Möbel“, sagte Juleisy Figuereo aus dem Viertel Las 800. Viele Anwohner mussten ihre Häuser mitten in der Nacht verlassen, als das Wasser bis zur Hüfte stand.

Präsident Abinader kündigte Sofortmaßnahmen zur Unterstützung der Betroffenen an: „Seit den frühen Morgenstunden sind wir mit allen Kräften des COE im Einsatz, um Menschenleben zu schützen und materielle Hilfe zu leisten.“ (EFE)
Die durch eine Wetterstörung ausgelösten Regenfälle haben landesweit schwere Schäden verursacht. Nach Angaben des Zivilschutzes (COE) wurden bislang 1.024 Häuser beschädigt, 5.120 Menschen vertrieben, 20 Gemeinden abgeschnitten und 19 Notunterkünfte eingerichtet.
Eine einjährige Tochter, Nashali María Alcántara, kam ums Leben, als eine Mauer ihres Hauses einstürzte. Ihre Mutter erlitt eine Beinfraktur und wurde von der Cruz Roja versorgt.

Von den betroffenen Häusern gelten 23 als teilweise beschädigt, 32 wurden vollständig zerstört. Auch Straßeninfrastruktur ist betroffen, darunter die Padre-Billini-Straße in San José de Ocoa.
Die Wasserversorgung ist stark beeinträchtigt:
- 29 Aquädukte außer Betrieb, einer nur eingeschränkt. → 623.524 Nutzer betroffen.
- In Santo Domingo meldete die CAASD drei ausgefallene Systeme (Isa Mana, Haina-Manoguayabo, Isabela), was 906.039 Nutzer betrifft.
Weitere Schäden in den Provinzen:
- San Cristóbal: Erdrutsche blockieren Straßen, mehrere Häuser zerstört.
- Puerto Plata: Überschwemmungen in Imbert.
- La Vega: Fluss Tireo bedroht 30 Häuser in Constanza.
- Monte Plata/Yamasá: Fluss Ozama und Nebenflüsse schneiden Gemeinden ab.
Das Zentrum für Notfalloperationen (COE) hält den Distrito Nacional sowie 16 Provinzen weiterhin in Alarmbereitschaft. Grund ist eine feuchte und instabile Wetterlage, ausgelöst durch eine Vaguada und feuchte Südwinde, die weiterhin kräftige Regenfälle begünstigen.
- Gelbe Warnstufe: Monseñor Nouel, San José de Ocoa, San Cristóbal, Santiago Rodríguez und Puerto Plata.
- Grüne Warnstufe: Santo Domingo, Azua, Elías Piña, Barahona, Santiago, Monte Plata, Dajabón, La Vega, La Altagracia, Duarte (insbesondere Bajo Yuna), Peravia sowie der Distrito Nacional.
Das COE rät dringend, Flüsse, Bäche und Kanäle mit hohem Wasserstand nicht zu überqueren und auf die Nutzung von Badeplätzen in den betroffenen Provinzen zu verzichten. (DRT)