Dominikanische Republik: Schwere Unregelmäßigkeiten in den Rathäusern von Santo Domingo Este und Jarabacoa aufgedeckt

Santo Domingo – Die Generaldirektion für öffentliche Auftragsvergabe (DGCP) hat „gravierende“ Anomalien in Beschaffungsverfahren der Rathäuser von Santo Domingo Este (SDE) und Jarabacoa festgestellt. Die Unterlagen wurden an die Sonderstaatsanwaltschaft zur Korruptionsprävention (PEPCA) sowie an Kontrollbehörden des öffentlichen Haushalts übergeben.

Im Fall von Santo Domingo Este erklärte die DGCP die Ausschreibung für LED-Lampen (150 Watt) für Parks und Straßenbeleuchtung für nichtig. Der Auftrag war an eine Firma vergeben worden, deren Angebot teurer war als das eines Konkurrenten – entgegen den eigenen Ausschreibungskriterien von Qualität, Haltbarkeit und niedrigstem Preis. Zudem wurden weder Bewertungsberichte noch andere relevante Dokumente im elektronischen Beschaffungssystem (SECP) veröffentlicht, was gegen Transparenzpflichten verstößt.

Auch in Jarabacoa wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt. Dort ging es um die Sanierung eines Gemeindezentrums mit Mitteln aus dem partizipativen Haushalt 2025. Laut DGCP wurden Fristen missachtet, Dokumente nicht im SECP hochgeladen und die gesetzlich vorgeschriebene Transparenz verletzt. Das Verfahren wurde ebenfalls annulliert.

Die DGCP betonte, dass beide Fälle klare Verstöße gegen die Prinzipien von Öffentlichkeit, Transparenz und ordnungsgemäßem Verfahren darstellen. Die entsprechenden Resolutionen sind auf dem institutionellen Portal der Behörde abrufbar. (DomRepTotal)

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