
Verkehr über Mautstellen in der Karwoche steigt um fast 40 % – mehr als 724.000 Fahrzeuge zwischen Mittwoch und Donnerstag
Der Fahrzeugfluss an den Mautstationen des Landes hat sich zum Beginn der Osterwoche 2026 deutlich erhöht. Nach Angaben des öffentlichen Treuhandfonds RD Vial wurden zwischen Gründonnerstag und Mittwoch insgesamt 724.733 Fahrzeuge gezählt – ein Anstieg von 39,81 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025, als 518.332 registriert wurden.
Der Zuwachs erklärt sich durch die verstärkten Fahrten ins Landesinnere an den Hauptreisetagen, wie RD Vial berichtete.
Starker Anstieg am Donnerstag
Am Mittwoch wurden 357.862 Fahrzeuge gezählt, ein Plus von 22,47 % gegenüber 292.226 im Jahr 2025. Den größten Sprung verzeichnete der Gründonnerstag: von 226.106 Fahrzeugen im Jahr 2025 auf 366.871 im Jahr 2026 – ein Wachstum von 62,25 %, das höchste der letzten fünf Jahre für diesen Tag.
Im historischen Vergleich liegt das Verkehrsaufkommen 2026 über den Vorjahren: 433.492 Fahrzeuge (2022), 447.238 (2023) und 560.323 (2024) für den gleichen Zeitraum.
Staus Richtung Süden und Maßnahmen auf den Straßen
Der Anstieg spiegelte sich auch in Staus auf wichtigen Routen wider, insbesondere Richtung Süden. Auf dem Korridor Baní–Ocoa wurde eine deutliche Verlängerung der Fahrzeiten gemeldet.
Die Verkehrspolizei Digesett setzte Kontrollmaßnahmen an strategischen Punkten ein, um die Zirkulation zu erleichtern, vor allem in stark überlasteten Zonen.
Erster Sicherheitsbericht: Tote, Unfälle und Kontrollen
Im Rahmen des Sicherheitsplans „Bewusstsein für das Leben“ meldete das Zentrum für Notfalloperationen (COE) im ersten Bulletin drei Verkehrstote.
Zudem wurden 29 Verkehrsunfälle mit 67 Betroffenen registriert. 23 dieser Unfälle betrafen Motorräder, daneben auch Pkw, Geländewagen und Fußgänger.
Die Digesett berichtete über 4.059 Sanktionen wegen Verstößen gegen das Gesetz 63‑17, darunter fehlende Helme bei Motorradfahrern, abgelaufene oder fehlende Versicherungen, Rotlichtverstöße und Nichtbenutzung des Sicherheitsgurts.
Darüber hinaus wurden Motorräder und Fahrzeuge beschlagnahmt sowie 5.969 Pannenhilfen geleistet.
Zweites Bulletin des COE zur Karwoche 2026
Das Zentrum für Notfalloperationen (COE) setzt an diesem Samstag den Einsatz „Bewusstsein für das Leben, Semana Santa 2026“ fort, bei dem landesweit 51.232 Helfer mobilisiert sind – darunter Brigadisten, Ärzte, Sanitäter, Militärs, Polizisten sowie Such‑ und Rettungsspezialisten.
Das zweite Bulletin fasst die bisherigen Vorkommnisse der Karwoche zusammen. Der Einsatz begann offiziell am Gründonnerstag um 14 Uhr und läuft bis Sonntag, 6. April, 18 Uhr. Er wurde schrittweise in drei symbolischen Akten gestartet:
- Dienstag, 31. März: Auftakt am Mautpunkt Kilometer 32 der Autopista Duarte.
- Mittwoch, 1. April: zweiter Start an der Umgehungsstraße von Baní, Provinz Peravia.
- Donnerstag, 2. April: dritter und letzter Start am Mautpunkt der Autopista Las Américas in Santo Domingo Este.
Einsatz in bisherigem Umfang einmalig
COE‑Direktor General a.D. Juan Manuel Méndez García erklärte, dass 3.451 Rettungsposten an kritischen Punkten von Stränden, Flussbadeplätzen, Straßen und Autobahnen eingerichtet wurden. Der Einsatz umfasst zudem 637 Krankenwagen, 327 Soforthilfe‑Einheiten (URI), drei Hubschrauber, 57 Abschleppposten und 27 Einrichtungen für Verkehrsschutz und Pannenhilfe.
Der Treuhandfonds RD Vial stellte zusätzlich 30 neue Einheiten für den Straßendienst bereit – darunter Rettungsfahrzeuge, Abschleppwagen und mobile Werkstätten – und erreichte damit die höchste Kapazität seiner Geschichte.
Baní‑Umgehungsstraße als Einbahnregelung
Zur Verkehrslenkung ordnete die Verkehrsdirektion Digesett an, dass die Umgehungsstraße von Baní während der Hauptreisezeiten nur in Richtung Süden befahren werden darf. Da jedoch Beschilderung und Personal fehlten, hielten sich viele Fahrer nicht an die Vorgaben, was zu erheblichen Staus führte.
Am Ostersonntag wird die Maßnahme umgekehrt: Ab 14 Uhr gilt die Einbahnregelung von Süden nach Santo Domingo, wie Sprecher Oberst Rafael Tejeda Baldera mitteilte.
Abschied von Méndez
Bemerkenswert war auch die Ankündigung von General Méndez beim dritten Start: Er erwarte, dass dies sein letzter Einsatz an der Spitze des COE sei – nach 29 Jahren im Dienst. „Es ist an der Zeit, neuen Generationen Platz zu machen“, sagte er.
Higüey: Suche nach Jugendlichen, den der Fluss Chavón am Gründonnerstag mitriss (Titelfoto)
HIGÜEY – Mitglieder des Zivilschutzes suchen nach einem 17‑jährigen Jugendlichen, der seit Gründonnerstag vermisst wird, nachdem er im Fluss Chavón in der Gemeinde Chavón Arriba von der Strömung erfasst wurde.
Bei dem Vermissten handelt es sich um Pablo Melo Ramírez. Er soll versucht haben, den Fluss gemeinsam mit Begleitern zu überqueren. Laut Zeugenaussagen erschöpfte er sich während des Durchgangs und wurde von der Strömung mitgerissen.
Fernando Castillo, Provinzdirektor des Zivilschutzes, erklärte, die Einsatzbrigaden hätten das Gebiet abgesucht, doch die Bedingungen des Flusses ließen ein sicheres Vordringen ins Wasser nicht zu.
Strömungen erschweren Rettung
„Wir haben eine Suchaktion gestartet, doch die Bedingungen des Flusses und die Strömung erschweren die Bemühungen, den Jugendlichen zu finden“, sagte Castillo.
Die Gemeinde wartet gespannt auf weitere spezialisierte Einsatzkräfte, die die Rettungsarbeiten fortsetzen sollen.
Anwohner der Region äußerten ihre Besorgnis und riefen dazu auf, während der Regenzeit und der Feiertage besondere Vorsicht walten zu lassen – insbesondere in der Nähe von Flüssen und Bächen.
Kolumbianischer Tourist ertrinkt an Hotelstrand in Bávaro
BÁVARO / PUNTA CANA – Ein Tourist aus Kolumbien ist am Karfreitag in der Provinz La Altagracia ums Leben gekommen, nachdem er beim Baden an einem Hotelstrand in der Zone Bávaro–Punta Cana von der Brandung erfasst wurde.
Bei dem Verstorbenen handelt es sich um Hugo Alberto Zuluaga Giraldo, 57 Jahre alt, der sich im Land im Urlaub befand.
Nach dem Notruf griffen Rettungskräfte des Hotels sowie Hilfsteams in der Umgebung ein. Der Tourist wurde in ein medizinisches Zentrum gebracht, wo sein Tod bestätigt wurde.
Die Zivilschutzbehörde bestätigte den Vorfall gegenüber Acento, stellte jedoch klar, dass sie nicht an der Bergung des Körpers beteiligt war. (Nachrichtenzusammenfassung von DomRepTotal)