Dominikanische Republik: Für Transformation des Energiesystems werden 1,9 Milliarden USD mobilisiert

Santo Domingo, – Mehr Sonne, weniger Öl: Die Dominikanische Republik setzt auf eine tiefgreifende Transformation ihres Energiesystems und mobilisiert dafür Investitionen von fast 1,9 Milliarden US-Dollar.

📊 Die Zahlen sprechen für sich:

  • 2025 flossen 1,198 Millionen US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen in den Stromsektor.
  • Für 2026 werden weitere 705 Millionen US-Dollar erwartet.
  • Insgesamt entstehen zwischen 2025 und 2026 über 1.500 Megawatt neue Kapazität.

☀️ Solarenergie als Hauptakteur:

Von den 1.135 MW, die 2025 ans Netz gingen, stammen 697 MW aus erneuerbaren Quellen, vor allem Photovoltaik. Auch 2026 bleibt der Trend bestehen: Von den geplanten 825 MW sind 411 MW erneuerbar, während 414 MW aus thermischen Projekten kommen – darunter das Großprojekt Manzanillo Power Land (Gas, 414 MW), das im März in Betrieb ging.

Ein Jahr im Zeichen der Sonne:

2025 war geprägt von einer Welle neuer Solarparks: Coastal (110 MW), Peravia I und II (je 70 MW), Martí (43 MW) sowie Cotoperí I–III (je 48 MW). Ergänzt wurde das Portfolio durch Windkraft wie den Parque Eólico Esperanza (50 MW).

Ausblick 2026:

Neue Solarprojekte wie Payita 2 (50 MW), Villarpando (100 MW) und Esperanza 2 (48 MW) stehen bereits im Kalender. Zudem bringt San Pedro Bioenergy 2 (30 MW) erstmals Biomasse in die nationale Matrix.

📈 Erneuerbare im Aufwind:

  • 2025 lag der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix bei durchschnittlich 21,8 %, mit Spitzen über 27 %.
  • Für 2026 wird ein Anstieg auf 31,8 % prognostiziert – ein Rekordwert für die Karibik.

Ein Schutzschild gegen Ölpreis-Schwankungen:

Die stärkere Rolle der erneuerbaren Energien reduziert die Abhängigkeit von importiertem Erdöl und macht die Strompreise kalkulierbarer. Damit gewinnt das Land nicht nur an ökologischer, sondern auch an wirtschaftlicher Stabilität. (DPA/EFE/DRT)

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