
Santo Domingo, – Der Leiter der Sonderstaatsanwaltschaft für die Verfolgung von Korruption (Pepca), Wilson Camacho, erklärte, die Entscheidung, Antonio und Maribel Espaillat im Zusammenhang mit dem Fall Jet Set vor Gericht zu stellen, sei „rechtskonform“. Zugleich kündigte er an, dass das Ministerio Público die Höchststrafe nach geltendem Recht beantragen werde.
Camacho betonte, das Gericht habe die Anklage der Staatsanwaltschaft vollständig übernommen und auch die Klagen der 42 Nebenkläger berücksichtigt. Die Geschwister Espaillat, Eigentümer des Jet Set Club, müssen sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Beim Einsturz des Daches am 8. April 2025 kamen 236 Menschen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.
Der zuständige Richter Raymundo Mejía verhängte zudem eine Sicherheitsleistung von 500 Millionen Pesos, um die Entschädigung der Opfer zu gewährleisten. Camacho erinnerte daran, dass es sich um einen Fall handle, „für den es keine Worte gibt, um den Schmerz der Opfer und des dominikanischen Volkes zu beschreiben“.
Die Ermittlungen umfassten laut Camacho alle gesetzlich zulässigen Schritte, einschließlich eines technischen Gutachtens mit internationaler Expertise. Auch das Gutachten der Verteidigung bestätige Elemente von Fahrlässigkeit, die Teil der Anklage seien.
„Jetzt gehen wir in das Hauptverfahren, damit sie für das bezahlen, was sie getan haben“, erklärte Camacho und unterstrich, dass die Entscheidung des Gerichts eine rechtsstaatliche Resolution darstelle. (DRT)