
Santo Domingo.- Die dominikanischen Behörden haben am Flughafen Las Américas (AILA) eine 53-jährige Frau mit doppelter Staatsangehörigkeit (Dominikanisch-Italienisch) festgenommen. Sie versuchte, das Land mit manipuliertem Gepäck zu verlassen.
Bei einer Routinekontrolle entdeckten die Antidrogenbeamten mithilfe von Röntgengeräten verdächtige Bilder im Koffer der Reisenden. Unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft wurde das Gepäck geöffnet – darin fanden die Ermittler 110 Kleidungsstücke, die vollständig mit einer illegalen Substanz durchtränkt waren.
Diese Methode der „Textil-Imprägnierung“ gilt als bekannte Technik des internationalen Drogenhandels, die speziell entwickelt wurde, um Sicherheitskontrollen an Flughäfen zu umgehen.
Im Koffer befanden sich unter anderem 12 T-Shirts, 53 Poloshirts, 9 Paar Socken, 15 Jacken, 2 Handtücher, 1 Unterhose, 1 Bettlaken, 5 Babybekleidungsstücke und 4 Hosen. Eine zufällig ausgewählte Probe wurde einem Schnelltest unterzogen – das Ergebnis war positiv auf Kokain.
Die Festgenommene wird in den kommenden Stunden wegen Verstoßes gegen das dominikanische Drogengesetz 50-88 der Justiz überstellt. Die Nationale Drogenkontrollbehörde (DNCD) hat die Ermittlungen ausgeweitet, um mögliche Komplizen zu identifizieren.
Alle beschlagnahmten Beweise wurden dem Nationalen Institut für Forensische Wissenschaften (Inacif) übergeben, das eine detaillierte technische Analyse und die rechtliche Zertifizierung vornehmen wird. (Accento)