
LA ROMANA. – Der Senat der Dominikanischen Republik hat am Donnerstag mit 21 Stimmen in zweiter Lesung das Gesetzesprojekt verabschiedet, das die Provinz La Romana zur ökotouristischen Provinz erklärt. Die Initiative sieht die Einrichtung eines Provinzialrats für Ökotourismus, eine jährliche Zuweisung von RD$ 50 Millionen über vier Jahre sowie steuerliche Anreize für Projekte im Bereich Ökotourismus vor.
Die Abstimmung fand während der ersten in La Romana abgehaltenen Senatssitzung statt – im Rahmen der Feierlichkeiten zum 82. Jahrestag der Provinzgründung. Das Projekt wurde vom Senator Edward Espíritu Santo eingebracht und muss nun von der Abgeordnetenkammer geprüft werden.
Rahmen für nachhaltigen Tourismus
Das Gesetzesprojekt soll den Ökotourismus als Instrument zur Diversifizierung der Wirtschaft nutzen und Modelle fördern, die wirtschaftliche Entwicklung, soziale Gerechtigkeit, kulturelle Förderung und Umweltschutz miteinander verbinden.
Der geplante Ökotourismusrat von La Romana soll als Organ zur Orientierung, Förderung und Regulierung der Aktivitäten fungieren. Er wird aus Vertretern der Ministerien für Tourismus, Umwelt und Kultur, dem Gouverneur, der Handelskammer, einem Bürgermeister, einem Vertreter ökologischer Organisationen sowie einem Geschäftsführer bestehen.
Finanzierung und Anreize
Der Rat soll jährlich RD$ 50 Millionen aus dem Staatshaushalt erhalten – insgesamt RD$ 200 Millionen über vier Jahre. Zusätzlich können private Spenden angenommen werden, sofern diese die Institution nicht beeinträchtigen.
Das Projekt sieht außerdem steuerliche Vorteile für Unternehmen vor, die Ökotourismusprojekte entwickeln. Diese orientieren sich an der Gesetzgebung 158‑01 zur Förderung des Tourismus, wobei die konkrete Anwendung im weiteren Gesetzgebungsverfahren festgelegt wird.
Weitere Beschlüsse und Anerkennungen
Neben der Ökotourismus‑Erklärung verabschiedete der Senat mehrere Resolutionen, die den Bau und die Sanierung von Sportanlagen, Stromnetzen und Märkten in La Romana empfehlen. Zudem wurden Persönlichkeiten und Institutionen wie die Fundación MIR, das Patronato Benéfico Oriental und die Schule Padre Sebastián Cavalotto für ihre Beiträge geehrt.
Damit die Initiative Gesetz wird, muss sie nun die Abgeordnetenkammer passieren und anschließend vom Präsidenten promulgiert werden. (DomRepTotal)