
Mexiko.- Mexikos Tourismusbranche steckt in einer schweren Krise. Gewalt und Unsicherheit durch das organisierte Verbrechen haben in den vergangenen Tagen zu Flugstornierungen, Straßenblockaden und wachsender Angst in beliebten Urlaubszielen wie Puerto Vallarta geführt. Diese Entwicklung spielt der Dominikanischen Republik in die Karten, die ohnehin seit Jahren im Wettbewerb um internationale Besucher zunehmend an Boden gegenüber Mexiko gewinnt.
Auslöser der jüngsten Eskalation war ein großangelegter Militäreinsatz im Bundesstaat Jalisco, bei dem der Drogenboss „El Mencho“ getötet wurde. Mehr als 10.000 Einsatzkräfte von Bund, Ländern und Gemeinden waren beteiligt. Seither herrschen in zahlreichen mexikanischen Regionen Terror und Unsicherheit.
Die USA und Kanada – die beiden wichtigsten Herkunftsländer für Touristen in Mexiko – haben Reisewarnungen ausgesprochen. Amerikanische Behörden raten Urlaubern, in den betroffenen Gebieten wie Puerto Vallarta, Chapala, Guadalajara, Tamaulipas, Michoacán und Nuevo León vorerst in ihren Unterkünften zu bleiben. Auch Kanadas Außenministerin Anita Anand zeigte sich „tief besorgt“ über die Lage in Jalisco und verwies auf Berichte über bewaffnete Auseinandersetzungen, brennende Fahrzeuge und Straßensperren.
Da die Dominikanische Republik ebenfalls stark von Gästen aus Nordamerika profitiert, liegt es nahe, dass viele Reisende ihre Pläne ändern und statt Mexiko die Karibikinsel wählen. Für das Land bedeutet die Krise des Konkurrenten eine weitere Stärkung seiner Position als führendes Urlaubsziel in der Region. (Quelle: arecoa)