
SANTO DOMINGO. – Das Umweltministerium der Dominikanischen Republik hat Alarm geschlagen wegen großflächiger Sandentnahmen im haitianischen Abschnitt des Flusses Masacre. Minister Armando Paíno Henríquez erklärte bei einem Besuch in Dajabón, dass die Eingriffe den Flusslauf verändern und dominikanische Grenzgemeinden gefährden könnten.
Technische Teams sollen nun die Schäden erfassen. Die Ergebnisse fließen in einen Bericht, der Außenminister Roberto Álvarez übergeben wird, um internationale Mechanismen einzuleiten.
Henríquez betonte, dass die Aktivitäten zwar außerhalb dominikanischer Zuständigkeit stattfinden, die Folgen jedoch direkt die Bevölkerung auf der dominikanischen Seite treffen. Besonders betroffen seien Dajabón und andere Orte im Nordwesten.
Die Sandentnahme ist kein neues Phänomen, doch nach Angaben des Ministers hat sie inzwischen industrielle Dimensionen erreicht. Experten warnen vor Erosion, Veränderungen des Grundwasserspiegels und erhöhter Überschwemmungsgefahr.
Die Regierung will den Dialog mit Haiti suchen, doch die politische Krise dort erschwert eine verlässliche Kooperation. (DomRepTotal)