Dominikanische Republik beginnt Gespräche mit den USA über Zölle

SANTO DOMINGO. Die Dominikanische Republik hat am Mittwoch den Beginn von Gesprächen mit den Vereinigten Staaten über die jüngst verhängten Zölle auf dominikanische Produkte bekanntgegeben.

Das Thema wurde bei einem Treffen zwischen Außenminister Víctor Bisonó und dem stellvertretenden US‑Handelsvertreter Jeffrey Goettman aufgegriffen.

Die USA hatten im Juli neue Zölle zwischen 10 % und 12,5 % gegen 66 Länder verhängt – darunter die Dominikanische Republik – mit der Begründung, dass diese Staaten nicht ausreichend verhindern, dass Waren aus Zwangsarbeit in ihre Märkte gelangen.

Präsident Luis Abinader erklärte Ende August, seine Regierung arbeite daran, „in kürzester Zeit“ ein gegenseitiges Tarifabkommen mit den USA auszuhandeln, um günstige Bedingungen für die Exporte des Landes zu sichern und Investitionen weiterhin anzuziehen.

Solide bilaterale Beziehungen

In den vergangenen Wochen traf sich Bisonó mit mehreren US‑Vertretern, darunter Patrick Nelson (Nationaler Sicherheitsrat), Juan Pablo Segura (Staatssekretär), Viviana Bovo (Beraterin des Außenministers), sowie den republikanischen Politikern Bernie Moreno, Brian Mast, Mario Díaz‑Balart und Carlos Giménez.

Das Außenministerium betonte, dass die Kontakte auf einer „soliden bilateralen Beziehung“ basieren, die durch historische Bindungen, Vertrauen, Kooperation und gemeinsame wirtschaftliche Interessen gestützt wird.

Im Jahr 2025 überstiegen die dominikanischen Exporte 14,645 Milliarden US‑Dollar, von denen 48,6 % in die USA gingen – den wichtigsten Markt des Landes. Zudem belief sich die US‑Direktinvestition in der Dominikanischen Republik im vergangenen Jahr auf über 1,042 Milliarden US‑Dollar. (EFE-DRT)

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