
Regierung der Dominikanischen Republik erklärt „Krieg gegen Umweltterrorismus“
Santo Domingo, – Die Regierung der Dominikanischen Republik hat den Kampf gegen den sogenannten „Umweltterrorismus“ zur nationalen Priorität erklärt. Ein neues Dekret sieht verstärkte Maßnahmen gegen gezielte Aktionen vor, die Nationalparks und kritische Naturressourcen schädigen.
Präsident Abinader warnt vor Konsequenzen
Bei der Vorstellung im Palacio Nacional betonte Präsident Luis Abinader, dass Personen – ob Dominikaner oder Ausländer – strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie systematisch versuchen, Nationalparks oder strategische Ökosysteme zu zerstören. Sicherheits- und Geheimdienste, die Streitkräfte sowie die Dirección General de Migración wurden angewiesen, Prävention, Ermittlungen und Strafverfolgung zu verstärken.
Schutz von Parks und Wasserressourcen
Abinader erklärte, dass viele Schutzgebiete jahrzehntelang keine ausreichende rechtliche Sicherung hatten. Seine Regierung habe ein nationales Titulierungsprogramm gestartet, um Eigentumsrechte des Staates zu festigen.
Er führte jüngste Waldbrände im Nationalpark Sierra de Bahoruco auf illegale Aktivitäten zurück und warnte, dass die Zerstörung der Wälder die Biodiversität, Wasserquellen und die Ernährungssicherheit gefährde.
Strenge Strafen im neuen Strafgesetzbuch
Das neue Código Penal sieht für schwere Umweltvergehen Gefängnisstrafen von bis zu 20 oder 30 Jahren vor. Alle Fälle von Angriffen auf das Naturerbe werden direkt an die Staatsanwaltschaft übergeben. Das Dekret schafft zudem Koordinationsmechanismen zwischen Sicherheitsorganen, Umweltbehörden und Justiz. (DomRepTotal)