
Santo Domingo.- Das Tourismusministerium (Mitur) will die Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb stärker regulieren. Zwei neue Verordnungsentwürfe sehen vor:
- Pflicht zur Condominium-Bescheinigung, dass Kurzzeitvermietung erlaubt ist.
- Einhaltung von Hotelstandards bei Qualität und Service.
- Zufällige Inspektionen durch das Ministerium in Wohnungen und Häusern.
- Vorlage von Eigentumsnachweisen und Dokumenten beim Mitur.
Kritiker warnen, dass dadurch tausende Unterkünfte vom Markt verschwinden könnten. Die Kampagne „Mi Propiedad, Mi Derecho“ verteidigt das Recht auf private Vermietung und warnt vor steigenden Preisen und weniger Auswahl für Reisende. Laut Daten stammen 30–40 % der Buchungen auf Kurzzeitplattformen von Dominikanern selbst.
Kritisches Resümee
Die geplanten Vorschriften verdeutlichen den Konflikt zwischen staatlicher Regulierung und privater Eigentumsfreiheit:
- Pro: Einheitliche Standards können Qualität sichern, Missbrauch verhindern und die Wettbewerbsbedingungen gegenüber Hotels angleichen.
- Contra: Die Anforderungen sind für kleine Vermieter unverhältnismäßig und könnten eine De-facto-Privilegierung der Hotellerie bedeuten.
- Risiko: Einschränkungen könnten nicht nur Investoren im Ausland treffen, sondern auch viele dominikanische Familien, die auf Kurzzeitvermietung als Einkommensquelle angewiesen sind.
👉 Die Debatte zeigt, dass es nicht nur um Tourismuspolitik geht, sondern um die Frage, wie weit der Staat in die Nutzung privaten Eigentums eingreifen darf – und ob Regulierung zu Fairness führt oder neue Formen von Ungleichheit schafft. (DomrepTotal)