Santo Domingo.- Die Organisation Acción Empresarial por la Educación (EDUCA) kritisiert eine Kürzung von RD$ 2.000 Millionen im Bildungsetat des Haushaltsgesetzes 2026.
- Laut EDUCA täuscht der Gesamthaushalt über die tatsächliche Reduktion hinweg, da die Mittel in Finanzoperationen wie Schuldentilgung umklassifiziert wurden und nicht mehr für Bildungsleistungen zur Verfügung stehen.
- Damit wird die gesetzliche Vorgabe (mindestens 4 % des BIP oder 16 % der Staatsausgaben für Bildung) weiter unterschritten.
- EDUCA fordert, dass künftige Budgetentscheidungen an einen Reformplan mit überprüfbaren Zielen, Indikatoren und Rechenschaftspflicht geknüpft werden.
- Besonders geschützt werden sollten Ausgaben mit direktem pädagogischem Wert: Lehrmaterialien, Lehrerbegleitung, Evaluation, Innovation, Instandhaltung von Schulen und direkte Lernförderung.
Kritisches Resümee
Die Kürzung zeigt ein strukturelles Problem der Bildungspolitik in der Dominikanischen Republik:
- Statt die Qualität der Ausgaben zu verbessern, werden Mittel entzogen – ein Widerspruch zu den erklärten Zielen von Lernfortschritt und sozialer Mobilität.
- Die Umklassifizierung in Finanztransaktionen verschleiert die reale Reduktion und untergräbt die Transparenz des Haushalts.
- Das Land riskiert, den ohnehin fragilen Bildungssektor weiter zu schwächen, obwohl Bildung als Schlüssel für Gerechtigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung gilt.
👉 Fazit: Nicht die Höhe der Zuweisung allein ist entscheidend, sondern ob die Mittel tatsächlich im Klassenzimmer ankommen. Eine Politik, die Ressourcen entzieht, gefährdet die Zukunftschancen einer ganzen Generation. (DomrepTotal)