
Jarabacoa, – Der anhaltende Brand auf der städtischen Müllhalde von Jarabacoa beeinträchtigt seit mehr als eineinhalb Jahren die Lebensqualität der Bevölkerung. Die dichte Rauchentwicklung verursacht gesundheitliche Beschwerden und zwingt die Behörden zu Notmaßnahmen.
Lage vor Ort
- Laut Bürgermeister Joselito Abreu brennt die Deponie seit über 18 Monaten.
- Die Bevölkerung klagt über Atemwegsprobleme, Grippe, Erkältungen und Lungeninfektionen.
- Der Rauch verbreitet einen starken Geruch, der sich über mehrere Kilometer ausdehnt.
Einsatz der Feuerwehr
- Feuerwehrleute arbeiten täglich von 7:00 Uhr morgens bis 19:00 Uhr abends, also bis zu 12 Stunden Schichten.
- Nachts verschlimmert sich die Situation: „Die Leute rufen ständig an und sagen, dass sie nicht atmen können“, erklärte Kommandant Joel Pimentel.
- Die Arbeiten sind eingeschränkt, da spezialisierte Maschinen fehlen. Eine versprochene Raupenbagger sei bislang nicht eingetroffen.
Stimmen aus der Bevölkerung
- Ricardo Rafael Gutiérrez, Anwohner: „Das ist das Nervigste der Welt, wenn der Rauch kommt, legt er alles lahm.“
- Beatriz Mercedes: „Viele Menschen haben Grippe und Atemprobleme. Ich war selbst mehrmals mit meinem Sohn beim Arzt.“
- Priscili Gómez: „In den Nächten und bei Hitze ist es schlimmer. Bei Regen wird es etwas besser, aber das Feuer erlischt nicht.“
Auswirkungen
- Neben der Gesundheit leidet auch die Tourismus- und Wirtschaftstätigkeit in Jarabacoa.
- Besucher und Eigentümer von Ferienhäusern verlassen die Region wegen der Rauchbelastung.
- Das Rathaus stößt an finanzielle Grenzen: Kosten für Treibstoff, Miete von Maschinen, Material und Personal belasten das Budget.
Ausblick
Die Behörden warten weiterhin auf zusätzliche Unterstützung, um den Brand einzudämmen und die Bevölkerung – insbesondere nachts – vor der Rauchbelastung zu schützen. (DomRepTotal)