Dominikanische Republik: Nur eine totale Bestandsschlachtung kann die Afrikanische Schweinepest im Land stoppen

Nur eine totale Abschlachtung der Schweine könnte die Afrikanische Schweinepest in der Dominikanischen Republik stoppen“ – Experte warnt vor Zusammenbruch der Branche

Santo Domingo.- Der internationale Fachmann für Schweinekrankheiten und Biosicherheit, Carlos Trincado, erklärte, dass die einzige Lösung gegen die seit 2021 grassierende Afrikanische Schweinepest (PPA) in der Dominikanischen Republik eine vollständige Entvölkerung der Schweinebestände sei.

  • Historischer Vergleich: 1978 wurden bereits 1,4 Mio. Schweine getötet; heute existieren weniger als ein Drittel dieser Zahl, mit nur ca. 25.000 Zuchtsauen.
  • Folgen: Die nationale Schweineindustrie sei nahezu ausgelöscht, die Lebensmittelsouveränität verloren – über 80 % des Schweinefleischs wird inzwischen importiert.
  • Importzahlen:
    • 2021: 59.000 Tonnen (150 Mio. USD)
    • 2022: 86.000 Tonnen (234 Mio. USD)
    • 2023: fast 100.000 Tonnen (300 Mio. USD)
    • 2025: 96.122 Tonnen (‑9,3 % ggü. Vorkrisenniveau)
  • Wirtschaftliche Verluste: ca. 700 Mio. USD, 85 % der kommerziellen Schweinefarmen verschwunden.
  • Strategie: Nach der Keulung sollen die Farmen 2–3 Jahre ruhen, anschließend mit „Sentinelschweinen“ getestet werden, bevor eine langsame Wiederbevölkerung beginnt.d
  • Kritik am Regierungsplan: Trincado hält die aktuellen Maßnahmen für „gescheitert“, da die Krankheit eine Sterblichkeit nahe 100 % hat und weiterhin unterschätzt werde.

📌 Kernaussage

Die Afrikanische Schweinepest hat die Schweineproduktion und Ernährungssouveränität der Dominikanischen Republik massiv zerstört. Ein kompletter Neustart der Branche – mit radikaler Entvölkerung und jahrelanger Pause – sei laut Experten die einzige Überlebenschance. (DRT)

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