SANTO DOMINGO. Das Nationale Observatorium für den Verbraucherschutz (ONPECO) hat einen drastischen Anstieg bei Stromrechnungen angeprangert – selbst bei Nutzern, die ihre Verbrauchsgewohnheiten nicht verändert haben.
- Beispiel: Die eigenen Büros von ONPECO mit nur einem Klimagerät und festen Arbeitszeiten zahlten bisher zwischen RD$2.500 und RD$3.000 monatlich. Die Rechnung für Mai lag plötzlich bei über RD$8.000.
- Auch Privathaushalte und kleine Geschäfte berichten von Rechnungen, die doppelt oder dreifach so hoch sind wie üblich – ohne Mehrverbrauch.
- ONPECO fordert von den Stromverteilerfirmen und der Regulierungsbehörde eine klare und transparente Erklärung für die Preissprünge.
Altagracia Paulino, Präsidentin von ONPECO, betonte:
„Der Zugang zu korrekt abgerechneten öffentlichen Dienstleistungen ist ein Recht. Die Behörden müssen untersuchen und zeitnah Antworten geben.“
Sie räumte ein, dass internationale Faktoren wie fossile Brennstoffe und Konflikte im Nahen Osten die Preise beeinflussen. Dennoch sei es nicht akzeptabel, dass Kunden mit stabilem Verbrauch plötzlich Rechnungen erhalten, die dreimal höher sind – ohne nachvollziehbare Begründung.
ONPECO ruft die Verbraucher auf, ihre Rechnungen zu prüfen, mit früheren Monaten zu vergleichen und bei Unstimmigkeiten offiziell Beschwerde einzulegen.
Kernaussage
Die Strompreise in der Dominikanischen Republik explodieren – selbst ohne Mehrverbrauch. Verbraucherschützer sehen darin eine Gefährdung der Haushalte und kleinen Unternehmen und verlangen sofortige Transparenz von den Energieversorgern. (DRT)