Dominikanische Republik: Ausbau der Autobahn bei Boca Chica, öffentliche Nutzung führt zu Enteignungen

SANTO DOMINGO, – Der Exekutivrat der Dominikanischen Republik hat per Dekret Nr. 270‑26 vom 22. April 25.067,80 m² Grundstücke im Gemeindegebiet Boca Chica als von öffentlichem Nutzen und sozialem Interesse erklärt.

Diese Flächen sollen für das Projekt zur Erweiterung und Rekonstruktion der Autobahn Las Américas verwendet werden.

📜 Ziel des Projekts

Laut dem Dekret von Präsident Luis Abinader sollen die Maßnahmen:

  • die Verkehrsanbindung und Mobilität verbessern,
  • die Sicherheit erhöhen,
  • zur Entlastung des Straßenverkehrs beitragen,
  • Fahrzeiten und Transportkosten senken,
  • die Entwicklung der Gemeinden Boca Chica und Andrés fördern,
  • das touristische Erscheinungsbild der Region stärken.

⚖️ Eigentumsfragen und Entschädigung

  • Betroffen sind 45 Privatpersonen und 9 juristische Personen.
  • Falls keine Einigung über den „Justiprecio“ (gerechten Preis) erzielt wird, darf das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) die Enteignung gemäß den gesetzlichen Verfahren durchführen.
  • Die Entschädigungen werden aus Mitteln des MOPC bezahlt.

💰 Investitionen in Boca Chica

Laut dem Transparenzportal des MOPC wurden in Boca Chica bereits rund 1,28 Milliarden Pesos in fünf strategische Projekte investiert:

  • Rekonstruktion und Erweiterung der Autobahn Las Américas (La Caleta–Boca Chica, Phasen I & II): 735 Mio. Pesos
  • Asphaltierung von Straßen in La Caleta (Barrio Unido): 300 Mio. Pesos
  • Rekonstruktion der Avenida Brisa de Caucedo: 140 Mio. Pesos
  • Straßenbau in Angelita und Barrio Unido: 59,3 Mio. Pesos und 48,4 Mio. Pesos

Präsident Abinader kündigte zudem das Programm „Saneamiento Universal de Ciudades Costeras y Turísticas“ an:

  • Start: März 2026
  • Finanzierung: 380 Mio. US‑Dollar durch die Interamerikanische Entwicklungsbank (BID)
  • Umsetzung: INAPA (Nationales Institut für Trinkwasser und Abwasser)
  • Reichweite: 200 km Küstenlinie von Boca Chica über San Pedro, La Romana, Higüey bis Verón‑Punta Cana
  • Ziel: Nachhaltige Entwicklung für eine Million Menschen über die nächsten 50 Jahre. (DRT)

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