Dominikanische Republik: Tourismus ohne intakte Riffe ist ein Irrweg

Die Fundación Puntacana hat erneut deutlich gemacht, dass die größte Gefahr für den Tourismus in der Dominikanischen Republik nicht allein in fehlender Infrastruktur liegt, sondern im fortschreitenden ökologischen Niedergang.

Jake Kheel, Vizepräsident der Stiftung, warnte: „Es gibt keine Version eines prosperierenden Landes, das auf einem toten Meer gebaut ist.“ Damit wird klar, dass die Diskussion über Hotels, Straßen und Kläranlagen zwar wichtig ist, aber das eigentliche Fundament des Tourismus – die Korallenriffe – akut bedroht ist.

Ein zerstörtes Riff lässt sich nicht nachträglich reparieren. Es ist ein irreversibler Schaden, der nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die wirtschaftliche Basis des Landes gefährdet. Denn ohne lebendige Küstenökosysteme verlieren Strände ihre Schutzfunktion, die Fischerei ihre Grundlage und der Tourismus seine Attraktivität.

Die Eröffnung des Zentrums für maritime Innovation in Playa Blanca ist ein Schritt in die richtige Richtung: Mit moderner Technologie sollen widerstandsfähige Korallen gezüchtet und junge Wissenschaftler ausgebildet werden. Doch solche Projekte bleiben wirkungslos, wenn gleichzeitig unkontrollierte Bautätigkeit und mangelnde Regulierung die Küsten weiter belasten.

Die Botschaft ist eindeutig: Die Gesundheit der Riffe muss zur nationalen Priorität werden. Infrastruktur kann warten – das Ökosystem nicht. Wer heute nur auf Beton setzt, riskiert morgen den Zusammenbruch des touristischen Modells. (domRepTotal)

Weitere Artikel

Translate »