
Santo Domingo. – Die Konföderation des Handels mit Proviant und kleinen Unternehmen (Confecomercio) warnte vor deutlichen Preissteigerungen bei Konsumgütern und forderte die Regierung auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen.
- Gilberto Luna, Präsident des Verbandes, erklärte, die Regierung beharre auf der Aussage, dass die Preise stabil seien, „doch die Realität ist völlig anders“.
- In den letzten Wochen hätten sich die Preise für zahlreiche Produkte stark erhöht:
- Kaffee: +20 % seit Jahresbeginn
- Plastikprodukte: +70 %
- Wasser im Großgebinde: +10 %
- Gaseosas & Säfte: +12 %
- Rindfleisch: +15 %
- Kosmetika: +50 %
- Erwachsenenwindeln: +30 %
- Weitere Produkte wie Detergenzien, Toilettenpapier, Babyartikel, Getränke, Kekse und Reinigungsmittel: +5–15 %
👉 Kernbotschaft: Die Händler widersprechen der Regierung und sehen massive Preissteigerungen bei Alltagsprodukten.
Inflationsrhetorik vs. Realität im Supermarkt
Die Regierung – allen voran die Landeszentralbank – betont seit Monaten, die Inflation liege stabil unter fünf Prozent. Offizielle Verlautbarungen sprechen von „geringer Teuerung“ und „Preisdisziplin“. Doch die Realität, die Verbraucher täglich beim Einkauf erleben, erzählt eine andere Geschichte.
Produkte des täglichen Bedarfs steigen nicht um zwei oder drei Prozent, sondern gleich um 10, 20 oder gar 30 Prozent. Kaffee, Fleisch, Kosmetika, Plastikprodukte – überall sind die Preisschilder deutlich nach oben korrigiert.
Die Frage drängt sich auf: Wie kann eine durchschnittliche Inflationsrate von unter fünf Prozent erreicht werden, wenn so viele Waren massiv teurer werden? Damit die Statistik stimmt, müsste es gleichzeitig auch Produkte geben, die deutlich billiger werden. Doch im Alltag der Konsumenten ist von solchen Preissenkungen nichts zu sehen.
Die Diskrepanz zwischen offizieller Inflationsrhetorik und der Realität im Supermarkt untergräbt das Vertrauen in die wirtschaftspolitische Kommunikation. Verbraucher fühlen sich getäuscht – und die Glaubwürdigkeit der Institutionen leidet. (DomRepTotal)