
Santo Domingo,- Mit dem Ziel, die Fortschritte, Herausforderungen und Perspektiven der Modernisierung der Bewässerung im Land zu bewerten, findet die Panel‑Konferenz „Erfolge, Ziele und Herausforderungen der Technifizierung der Bewässerung in der Dominikanischen Republik“ statt. Es handelt sich um ein Forum, das Fachleute aus dem Agrarsektor und der Wissenschaft zusammenbringt.
Ein Raum zur Bewertung von Effizienz und Nachhaltigkeit
Die Veranstaltung wird von der Exekutivdirektion der Nationalen Bewässerungstechnifizierung (TNR) und der Pontificia Universidad Católica Madre y Maestra (PUCMM) organisiert. Teilnehmen werden unter anderem Osmar Benítez, Präsident der Dominikanischen Agrarunternehmervereinigung (JAD); Gabriela Quiroga Gilardoni, Vertreterin des Interamerikanischen Instituts für Zusammenarbeit in der Landwirtschaft (IICA); Silvio Carrasco, Direktor der Wassereinheit der PUCMM; sowie Danilo Cruz, Sekretär der Vereinigung dominikanischer Anbieter landwirtschaftlicher Technologien (Adoproteca).
Das Event findet am Mittwoch, 6. Mai, um 10:00 Uhr im Gebäude A‑2, Auditorium 1 des PUCMM‑Campus Santo Domingo statt.
Bewässerungstechnifizierung im Kontext des Klimawandels
Während des Treffens werden zentrale Themen behandelt: die Effizienz im Wasserverbrauch, die Einführung innovativer Technologien im Agrarsektor sowie die Herausforderungen, vor denen die Dominikanische Republik steht, um eine nachhaltige Produktion angesichts des Klimawandels und der wachsenden Nachfrage nach Lebensmitteln zu gewährleisten.
Die Initiative soll den Wissensaustausch fördern und strategische Allianzen zwischen öffentlichen, privaten und akademischen Sektoren anregen – zugunsten einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Entwicklung des Landes. (DomRepTotal)
Anmerkung der Redaktion:
Das Wasser läuft davon – und der Staat schaut zu
In der Dominikanischen Republik ist Wasser längst nicht nur eine Frage der Landwirtschaft. Wer durch die Städte geht, sieht es überall: Rohrbrüche, aus denen das Wasser tagelang ungenutzt in die Straßen sprudelt. Während ganze Viertel über Wassermangel klagen, rinnt das kostbare Gut unkontrolliert davon.
Die Ursachen sind bekannt – und hausgemacht. Leitungen werden unsachgemäß verlegt, ohne Fachstandards, ohne dauerhafte Abdichtung. Noch gravierender ist der Wasserdiebstahl: Ein kleiner Graben, ein improvisiertes Rohr, und schon fließt Wasser auf das eigene Grundstück. Was wie eine pragmatische Lösung aussieht, führt in Wahrheit zu Havarien, Druckverlusten und massiven Verlusten im Netz.
Das Ergebnis ist ein absurdes Paradox: Wasser im Überfluss auf der Straße, Trockenheit im Haushalt. Wer regulär zahlt, finanziert indirekt die Verluste durch illegale Nutzer. Wer nicht zahlt, zapft einfach an.
Die Politik setzt derweil auf Prestigeprojekte – Staudämme, Bewässerungssysteme, große Programme gegen den Klimawandel. Doch die alltägliche Infrastruktur bleibt marode. Solange die Wasserwerke nicht konsequent reparieren, kontrollieren und modernisieren, bleibt die Versorgung ein Flickwerk.
Fazit: Das Wasser läuft davon – und der Staat schaut zu.
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