
SANTO DOMINGO. – Das Zweite Untersuchungsgericht des Nationaldistrikts hat neue Maßnahmen gegen Mitglieder der Nationalpolizei ergriffen – darunter mehrere Offiziere –, die beschuldigt werden, aus den Beständen der Institution hunderte von Ausrüstungsgegenständen und Munition im Wert von über 92 Millionen Pesos entwendet zu haben.
Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die jüngste Maßnahme gegen Hauptmann Nelson Valdez verhängt wurde, der zum Zeitpunkt der Aufdeckung der kriminellen Organisation im Rahmen der „Operación Pandora“ (November 2024) das Waffen- und Munitionslager leitete.
Sieben weitere Beschuldigte
Im Verfahren sind außerdem Víctor Manuel Santos Rodríguez, Ángel Rubiel Martínez Bacilio, Juan Luis Díaz Medina, Juan Miguel Soler Pérez, Morelbin Medina Pérez, Marino Antonio Rodríguez Toribio sowie Miguelina Bello Segura angeklagt. Gegen sie bestehen unterschiedliche Zwangsmaßnahmen.
Die Gruppe soll den Staat um mehr als 92 Millionen Pesos geschädigt haben, indem sie 836.970 Schuss Munition sowie 645 Ausrüstungsgegenstände aus den Beständen der Waffenintendanz der Polizei entwendete. Dies geschah während der Amtszeit von Oberst Narciso Antonio Feliz Romero, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet.
Staatsanwältin Rosa Ysabel erklärte, die Maßnahme gegen Valdez sei bestätigt worden, da die ursprünglichen Gründe weiterhin Bestand hätten. „Ihm wird die Entwendung von fast einer Million Schuss Munition vorgeworfen – darunter Kriegsmunition und Hochkaliber –, die an Militärs und Zivilpersonen verkauft wurden“, sagte sie.
Das Gericht unter Vorsitz von Richterin Patricia Padilla genehmigte zudem den Antrag, die obligatorische Überprüfung gegen Feliz, Soler und Medina aufzuheben. Begründet wurde dies damit, dass deren Berufung bereits am 12. Februar von der Zweiten Kammer des Strafgerichtshofs des Nationaldistrikts behandelt worden war. (DRT)